Freitag, 25. Juli 2014

Schwanger - der zweite Monat

Der zweite Monat, Woche 5 - 8

Da hat man gerade erst vor ein paar Tagen den positiven Test in der Hand gehalten und ehe man sich's versieht, ist man schon im zweiten Monat schwanger. "Wie weit bist du denn?" - "Im zweiten Monat!" klingt ja schon mal gut, nur, dass die Wenigsten ihrem Umfeld bereits zu diesem frühen Zeitpunkt von ihrer Schwangerschaft erzählen.
Kurz vor Beginn der 5. Woche sind wir in den Urlaub geflogen. Am Morgen nach meinem positiven Test, um genau zu sein. Den Abend vor der Abreise habe ich mit Googeln verbracht. Fazit: Fliegen ist - auch zu diesem sehr frühen Zeitpunkt - nicht schädlich. Was bleiben will, das bleibt. Während des Fluges schaute ich immer wieder auf meinen Bauch, hielt ihn gedankenverloren fest, als ob er sonst abfallen könnte. Nur ich weiß, was da drin ist... Der erste Urlaub mit 2 Kindern? Okay, du warst zu dem Zeitpunkt ein 1-2 Millimeter großes Zellhäufchen, das vermutlich noch nicht mal als schwarzer Fleck in der Gebärmutterschleimhaut zu erkennen gewesen wäre bei einem Ultraschall, aber im Herzen bedeutet dieses zweite Strichlein auf dem Test eben viel, viel mehr. Mein Baby.
Hatte ich den Appetit auf Käse erwähnt aus der Zeit, bevor ich von der Schwangerschaft wusste? Im Bordmenü gab es ein Laugenbrötchen und u.a. ein Stück Weichkäse. Musste mich als erstes auf den Käse stürzen, dabei habe ich bis vor wenigen Jahren überhaupt noch keinen gegessen...
In Ägypten angekommen, konnte ich mich nur in einer Position sonnen und mein Rücken musste unfreiwillig weiß wieder nach Hause fahren: auf dem Bauch liegen ging gar nicht! Der war zu dem Zeitpunkt noch unauffällig flach, verraten können hätte mein kleines Geheimnis nur das debile Dauergrinsen, aber "meine Brüste bringen mich um" steht in meinem Schwangerschaftstagebuch. Sie fühlten sich an wie zwei große, blaue Flecken und blieben auch eine ganze Weile so.
Nach dem Schnorchelausflug fragten unsere Freunde, mit denen wir die Tour gemacht haben, ob sie uns noch kurz auf einen Abstecher mit in die Wüste nehmen könnten, um etwas abzuholen bei den Beduinen. Wüstentour for free war toll, allerdings ist die ägyptische Wüste größtenteils kein feiner Sandstrand, sondern eine hügelige Piste aus Sand und Steinen. Um auch nicht die kleinste Erschütterung abzubekommen, "schwebte" ich die Fahrt über mit Kraft meiner Oberschenkel ein paar Zentimeter über dem Sitz, um das "Häufchen" nicht durchzurütteln. Den Muskelkater davon kann ich - fast - immer noch spüren...
Gut, dass ich in dieser ersten schwangeren Woche nicht zu Hause gewesen bin, sonst hätte ich mich wohl direkt beim Frauenarzt im Wartezimmer einquartiert, damit er "nur mal guckt ob alles in Ordnung ist". Wer schon mal schwanger war, weiß, dass das Quatsch ist. In der 5. Woche sieht man noch gar nichts, meistens nicht mal eine Fruchthöhle (das ist der kleine schwarze Fleck in der Gebärmutter, nicht Baby, sondern "nur" Babys Zuhause erstmal), höchstens eine aufgebaute Schleimhaut, wie sie auch kurz vor Einsetzen der Regel zu sehen wäre. Aber die Angst um das millimetergroße Häufchen fährt eben vom ersten Tag an mit (und wird wohl nicht zwingend weniger für die kommenden 18 Jahre). Für die ersten Tage oder Wochen einer Schwangerschaft sollte es eine Art "Pregnancy Test Kit" zu Studienzwecken geben, mit verschiedenen Tests diverser Marken, auf denen man dann selber die Strichstärke auswerten kann. Es ist sooo interessant! Das Schwangerschaftshormon hCG verdoppelt sich anfangs etwa alle 2 Tage. Nicht schwanger hat man einen Wert von unter fünf. 14 Tage nach dem Eisprung liegt er im Falle einer Schwangerschaft schon bei ca. 90. Die gängigen Urintests messen je nach Marke eine Konzentration ab 10, 25 oder auch 50 IE/l (Internationale Einheiten pro Liter). Da die Konzentration bis zur 12. Woche stetig steigt, verändert sich auch die Strichstärke. Was anfangs nur ein zarter Hauch von zweiter Linie war, zeigte sich eine Woche später schon als ausgewachsener, fetter Strich. Yes, du bist wirklich da, mein kleines Dezemberchen!


In dem Moment, in dem ich "so richtig" schwanger war, kam auch die Sache mit dem Essen bzw. nicht essen. Als VIP-Gäste des Hotels durften wir uns an einem Abend ein besonderes Menü vom Küchenchef zubereiten lassen mit 4 Gängen. Ich freute mich schon wie blöd auf das Eis mit Früchten zum Nachtisch, aber soweit sollte es nicht kommen. Schon während der Vorspeise (Hawaii-Salat, mmhhh!) schwand der Appetit und ich musste kapitulieren und mich ins Bett legen. Der "Chef de Cuisine" tat mir wirklich leid, musste er doch ernsthaft an sich und seinen Kochkünsten gezweifelt haben, aber da war wirklich nichts zu machen. Zu allem Überfluss hat der Geruch von Fionas Erdbeerzahncreme dann auch noch spontanen Würgereiz ausgelöst. Na super, das ging ja gut los...

In der 6. Woche, wieder zurück in Berlin, wurde mir permanent ein bisschen schlecht nach dem Essen und abends war ich so müde, dass ich oft fast im Stehen eingeschlafen wäre. Am nächsten Morgen dafür um 7.45 Uhr wach (trotz Ferien) und an Schlaf war nicht mehr zu denken. Habe mit Pokerface ganz nebenbei zu meinem Mann gesagt, dass ich wohl in den nächsten Tagen mal zum Frauenarzt gehen werde, "weil ich meine Tage schon so lange nicht mehr hatte". Er wollte direkt am selben Tag einen digitalen Test kaufen. Aus der eigentlich geplanten Überraschung mit dem ersten Ultraschallbild wurde dann spontan doch eine andere, nicht weniger gelungene:
[3+ bezeichnet die Anzahl der Wochen seit der Befruchtung, war genau 21 Tage danach]


Zu dem Zeitpunkt war der Embryo etwa so groß wie eine Erbse. Eine Erbse mit schlagendem Herzen. Tagebuch: "5 Millimeter - unfassbar, dass aus dir in einigen Monaten ein richtiger Mensch werden wird. Ich liebe dich jetzt schon und freue mich unglaublich auf diese Schwangerschaft und alle Erfahrungen, die man beim 2. Mal bestimmt noch viel bewusster und intensiver wahrnimmt!"
Meine Mama (aus frühen Kindheitstagen von allen "Sasa" genannt) hat übrigens mit großen Augen diesen Zettel vorgefunden:



Mitte der 6. Woche wollte ich E-N-D-L-I-C-H zum Frauenarzt gehen, um mir die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. 5+3, da könnte man mit etwas Glück vielleicht sogar schon einen Embryo sehen als winzigen weißen Punkt in der schwarzen Blase. Ich wartete nach dem Urlaub noch hibbelig den Ostermontag ab, um am Dienstag Morgen gleich um 5 nach 8 bei der Ärztin vor der Tür zu stehen. Vor einer verschlossenen, wohlbemerkt: "Wir machen URLAUB." Aahh! Auch alle anderen Gynäkologen in der Umgebung hatten sich ausgerechnet die Woche nach Ostern für ihren Praxisurlaub ausgesucht, hätte man sich denken können. Ich notierte in meinem Tagebuch: "Die andere Ärztin hat auch Urlaub. April ist definitiv kein guter Monat zum Schwangerwerden!" Am Mittwoch, einen Tag nach meinem geplanten Arztbesuch, wollte ich zu einem Workshop nach Baden-Württemberg fahren, beruflich nicht ganz unwichtig. Aber ich konnte doch nicht einfach fahren, ohne zu wissen, ob da in meinem Bauch wirklich alles in Ordnung und an Ort und Stelle war! Ich traute mich gar nicht, mich richtig zu freuen, aus Angst, dass wieder irgendetwas nicht stimmen könnte [Letztes Jahr positiver Test, Schwangerschaftshormon und Fruchthöhle vorhanden, aber leider keine embryonalen Anlagen, ein sog. "Windei"].

Die permanente Übelkeit wertete ich jedenfalls als gutes Zeichen (viel übel = viel Hormon) und machte mich am nächsten Tag auf den Weg nach Süddeutschland. 2 Tage später erst nur ein bisschen rot am Klopapier und dann etwas später der Schock auf dem Klo: BLUT! Viel hellrotes Blut. Nein, scheiße! Panik! Ich habe den letzten Workshop am Freitag Nachmittag sausen gelassen und bin in strömendem Regen über den Marktplatz gelaufen auf der Suche nach meiner damaligen Frauenärztin. In dieser Stadt hatte ich 3 Jahre gewohnt, war aber so verwirrt, dass ich die Praxis nicht mehr gefunden habe. Die Tränen liefen. Der Regen auch. Es war wie in einem schlechten Film.
Also zurück zur Ferienwohnung, von dort aus angerufen und letztendlich doch wieder hingefunden. Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich über die (eher ungewöhnliche) Freitagabend-Sprechstunde eines Arztes gewesen. Ich wartete etwa 1 Stunde, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, ein Buch oder eine Zeitung zu lesen. Ich guckte raus in den Regen und hoffte einfach nur das Beste. Im Behandlungszimmer schilderte ich die Situation und meine Angst. Die Ärztin beruhigte mich erstmal und machte gleich einen Ultraschall, den allerersten in dieser Schwangerschaft. Mein Herz schlug bis zum Hals und ich hielt vor Anspannung die Luft an, man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Auf dem Monitor ein dunkler Fleck in der Gebärmutter. Oh nein. Wie damals. Komm schon, Baby! Dann ein krisseliger, heller Kranz. Der Dottersack. "Wo ein Dottersack ist, ist auch ein Baby........Moment...........ich suche...........DAAAA!!!"

Die nette Ärztin hat selber kurz aufgeschrien vor Freude, denn da war tatsächlich ein klitzekleines pulsierendes Pünktchen zu sehen, das Herz! Mein eigenes hat in dem Moment wohl kurz ausgesetzt.
Obwohl wirklich nicht viel zu erkennen war, hat Fr.Dr. mir ein Bild ausgedruckt, wahrscheinlich einfach, um dem Häufchen Elend, das ich bis kurz vorher noch gewesen bin, etwas in die Hand drücken zu können. Und als ob es ein Wink des Schicksals gewesen wäre: der Name, der oben links auf dem allerersten Ultraschallbild steht, ist nun der gleiche wie damals bei der großen Schwester, als ich noch im Süden gewohnt und studiert habe...


Mir war in dieser Zeit oft vom Augenöffnen bis zum Schlafengehen speiübel, allerdings meistens ohne Erbrechen. Ich habe das eine Mal für sagenhafte 112€ Lebensmittel eingekauft, nur um die ganze restliche Woche nicht noch mal in den Supermarkt gehen zu müssen. Eine echte Herausforderung! Auch Facebook und Twitter: man sollte nicht meinen, wie viele Leute ihr Essen posten, bei denen ich schnell - sehr schnell - weiterscrollen musste, um Schlimmeres zu verhindern... Ein Mal hat mein Mann Kuchen gebacken um mir eine Freude zu machen. Ist leider nach hinten losgegangen. Der Geruch des eigentlich leckeren Schokokuchens im Ofen war so schlimm, dass ich mich an dem Abend mit einer Decke auf den Balkon setzen musste zum Atmen ^^
Geholfen hat von allem, was man gegen die Übelkeit machen kann, nichts, außer schlafen vielleicht. Nein, mal im Ernst:
so viele Möglichkeiten hat man nicht, wenn Medikamente wegfallen. Etwas essen vor dem Aufstehen und länger liegen bleiben, frische Luft, viel Trinken, Zwieback, Kekse, Knäckebrot für zwischendurch, keine fettigen, sauren oder frittierten Speisen, an Zitronen riechen, Ingwertee trinken (DAVON wurde mir erst richtig schlecht!), Akupressurbänder für's Handgelenk (hatte ich bei Fiona damals, hat nicht geholfen) und der für mich letzte Hauch von Strohhalm zum Dranfestklammern: homöopathische Kügelchen. Anderen scheinen sie ja zu helfen, vielleicht bin ich einfach immun dagegen, wer weiß. Ich glaube, ein bisschen Linderung verschafft hat mir "Nausema", ein reines Vitaminpräparat, das helfen soll, den Mangel an B-Vitaminen auszugleichen, der für die Übelkeit verantwortlich sein kann.
Alles ein bisschen spekulativ, ganz genau weiß man es eben nicht. Wie auch immer - rückwärts ging eh nicht mehr, also Augen zu und durch. Man kann es sich zwar nicht vorstellen, aber mit Beginn des 4. Monats ist die Übelkeit bei den allermeisten Frauen verschwunden, wenn sich der Körper auf die ganzen "Umbauarbeiten" und Mamawerdungsprozesse eingestellt hat, also hat man in den Hoch-Zeiten des Schlecht-Seins wenigstens einen Countdown zum Rückwärtszählen...

so groß wie ein Reiskorn
In der 7. Woche war dann auch meine Ärztin endlich wieder da. Ich vereinbarte einen Termin und ging nun relativ gelassen und entspannt an die Sache ran, wusste ich ja, dass da ein kleines Herzchen fleißig schlägt und alles in Ordnung ist. Beim Ultraschall war ich voller Vorfreude, doch auf dem Monitor war wieder nur eine große schwarze Blase. Endlose Sekunden vergingen: "Also ich sehe jetzt im Moment noch nichts..." DAS KANN NICHT SEIN, VERDAMMT! Irgendwann hat sie dann doch noch Dottersack und einen winzigen, pulsierenden Strich gefunden, meinte aber nur trocken, es sei noch sehr früh. 5./6. Woche. Ich solle in 2 Wochen nochmal kommen. Ich hatte mich so auf diesen Termin gefreut (Blutuntersuchungen? Mutterpass? "Herzlichen Glückwunsch"?) und dann die Ernüchterung: "noch sehr früh". Immer wieder hörte ich diese Worte in meinem Kopf. Und ich machte mir Sorgen. Ich wusste, dass 5. Woche nicht stimmen konnte. Aber erstmal den Ball flach halten. Da hat ein kleines Herz geschlagen, das ist erstmal die Hauptsache. Diese frühen Untersuchungen sind Fluch und Segen zugleich. "Bestimmt hast du in 2 Wochen alles aufgeholt, was dir an Größe gefehlt hat, stimmt's?" schrieb ich in mein Schwangerschaftstagebuch... In dieser Woche bekam ich übrigens eine Nachricht von meiner besten Freundin, aus heiterem Himmel, sie habe geträumt, ich sei schwanger. "Wäre doch schön, wenns wahr werden würde, oder?" - "You got me. Es ist wahr, 7.Woche :D"

so groß wie eine Blaubeere
In der "Blaubeerwoche" (8.SSW) ist der Embryo von der (Eizellen-)Größe einer Bleistiftspitze auf etwa 1,5cm gewachsen und hat schon winzige Finger und Zehen! Die Übelkeit war immer noch da, gleichzeitig aber auch der Appetit. Paradox! Der Heißhunger fing an mit Vollkornbrot-mit-Schinken-und-Radieschen (YES! Immerhin, schließlich war es beim letzten Mal McFlurry!) und etwas später Buttertoast zum Frühstück. Kaffee ging gar nicht mehr (vorher 4-5 Tassen tägl.) und Wasser, ganz normales Wasser, löste sofortigen Würgereiz aus! Das war dann die Orangensaftphase, zu 100% unverdünnt, versteht sich.Wenn ich Appetit auf irgendetwas bekam, musste ich das sofort essen und dann auch manchmal eine ganze Woche lang nichts anderes. Ich bestellte Möhreneintopf bei meiner Mama und aß ihn täglich von Montag bis Donnerstag. Als meine Mama das mit dem Appetit auf den Eintopf meiner Oma erzählte, wurde die gleich misstrauisch: "Ist sie schwanger?". Die Frauen der eigenen Familie sind eben eine ganz besondere Spezies mit überaus feinen Antennen... Und jetzt noch eine "Beichte" zum Schluss: in der 8. Woche - Ende des 2. Monats - habe ich zum ersten Mal eine Umstandsjeans angezogen. Nicht, dass der wachsende Bauch es schon erfordert hätte, aber normale Hosen drückten plötzlich beim Sitzen. Optisch unterscheidet sie sich nicht groß von einer normalen, aber die eigentliche Jeans beginnt erst direkt unter dem Bauch und darüber ist das Paradies: ein ganz weiches, extrem dehnbares Bündchen.
Auszug aus dem Babytagebuch: "Nur noch 5 Tage bis zum nächsten Termin!! Fiona weiß noch nichts von dir, aber ich platze, wenn ich es ihr nicht bald erzählen kann. Noch 4 Wochen... "Übergestern" habe ich mit ihr *einfach so* das Buch "Wie entsteht ein Baby" gelesen, darin steht sinngemäß: "Mama und Papa müssen sich sehr lieb haben und zusammen schlafen." Fiona: "Hast du Papa lieb?" - "Ja." "Und ihr seid ja auch immer zusammen im Schlafzimmer..." Für sie ist die Sache klar. Sie wünscht sich eine Schwester, der sie die Windeln wechseln (darauf komme ich zurück, mein Schatz!) und etwas vorsingen möchte. Als ich vorsichtig gefragt habe, ob ein Brüderchen auch okay wäre, meinte sie ganz abgeklärt: "Ja ja, das kann man sich ja nicht aussuchen. Mann muss es nehmen wie's kommt." Haha. Vor gerade mal 5 Jahren war sie das kleine Bauchbaby. Unfassbar, und alles ein großes, großes Wunder! P.S. Gebärmutter ist inzwischen etwa so groß wie eine Grapefruit [unschwanger wie eine Faust]."

FYI: Ich habe Kunst abgewählt ;)


...........................................................to be continued...............................................................

Montag, 21. Juli 2014

Von einem unvergesslichen Erlebnis [Urlaubspost]

Vorgestern sind wir aus unserem Sommerurlaub zurückgekommen und ich bin noch so "voll", dass ich erst ein paar Eindrücke mit euch teilen und mich dann um die Wäscheberge kümmern werde ;)

Die Reise führte uns diesmal in das nur 2 Flugstunden entfernte Bulgarien, an die Ostküste zum Sonnenstrand am Schwarzen Meer. Das Aufstehen am Abflugtag war zwar eine harte Prüfung (3 Uhr klingelte der Wecker, 5.30 Uhr sind wir gestartet), dafür wurden wir mit einem geschenkten Tag belohnt, weil wir vormittags um 10 schon angekommen und eingecheckt waren. 
Hallo, Urlaub!


Oben rechts sieht man den Ausblick von unserem Tisch auf der Restaurant-Terrasse - da schmeckte das Essen gleich doppelt so gut! Insgesamt gab es für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Dill an allem - scheint das Universalgewürz Bulgariens zu sein und wird eingesetzt wie Salz bei uns - aber die Auswahl der Vor-, Haupt- und Nachspeisen, das riesige Salatbuffet und das große Angebot an frischem Obst zu jeder Mahlzeit ließen wirklich keine Wünsche offen! 


Der feine Sandstrand und das tiefblaue Meer waren direkt vor der Tür, ein Paradies für Fiona! Gleich am ersten Tag besorgten wir in einer Einkaufsstraße in der Nähe Schwimmtier, Luftmatratze, Sonnenschirme, Ball, Schnorchelset und Buddelzubehör, damit sie sofort loslegen konnte. Die Vormittage verbrachten wir "Großen" bei einem Kaffee im Schatten am Pool, während wir der schwimmenden Fiona zuguckten, und nachmittags ging es ein paar wenige Meter weiter zum Strand und ins Meer zum Wellenspringen und Muschelsuchen.


In Laufentfernung befindet sich Nessebar, deren Altstadt mit ihrer einmaligen Lage und ihren Bauwerken in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die malerische Altstadt ist tatsächlich eine der schönsten, die ich je gesehen habe mit den engen Gassen, den romantischen Häusern im "Schwarzmeertypus" (unten Steinmauern, oben Stockwerke aus Holz), der alten Windmühle und dem Hafen. Eine traumhafte Kulisse, die meinen Handyakku an seine Grenzen gebracht hat...


Das Highlight unseres Urlaubes war allerdings die Fahrt auf dem Katamaran. 
Was erstmal relativ unspektakulär klingt, wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, an das sich garantiert nicht nur Fiona ihr Leben lang erinnern wird...
Morgens um halb 9 wurden wir vor dem Hotel von einem großen roten Doppeldeckerbus abgeholt und zum Hafen nach Nessebar gebracht. Dort ging es barfuß auf das Schiff und dann zu einer 4-stündigen Fahrt über's Schwarze Meer mit Bade- und Schnorchelstopp und Mittagessen auf dem Boot. Mit etwas Glück könne man Delfine sehen, hieß es.
Wir fuhren auf dem offenen Meer, genossen die Sonne und den Fahrtwind, doch plötzlich ging der Motor aus und wir trieben lautlos durch die Wellen. Dann die ersten Schreie: "DELFINE!" Erst waren sie nur in einiger Entfernung als spitze Rückenflossen auszumachen, doch dann kamen sie immer näher und schwammen direkt vor dem Katamaran her! Die Gruppe von etwa 11 Delfinen begleitete unser Boot ein ganzes Stück. Sie sprangen ausgelassen aus dem Wasser, so dass man sie fast berühren konnte, und spritzten uns beim Springen sogar nass, als wir auf den Netzen des Katamarans direkt über ihnen lagen. 
Ein wahrhaft magischer Moment, der Fiona und mich nachhaltig fasziniert hat!

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Wer noch nie in Bulgarien war, dem kann ich es als Reiseziel nur wärmstens empfehlen! Ich hoffe, ihr habt jetzt etwas vom Urlaubsflair abbekommen und seid auch ein kleines bisschen erholter als vorher! Ich für meinen Teil kann mich jetzt jedenfalls in Ruhe der Wäsche widmen und noch ein bisschen träumen...


Sonntag, 6. Juli 2014

Schwanger - der erste Monat

Das "Vorwort":

Bevor man Eltern wird, weiß man ja grundsätzlich, wie das Bienchen-Blümchen-Dingens funktioniert. Man hat mal gelernt, dass es weibliche X- und männliche Y-Chromosomen gibt und, dass eine Frau "in der Regel" (haha, das lass ich mal so stehen) ein Mal im Monat eine befruchtungsfähige Eizelle an den Start schickt. Ach, und man hat vielleicht auch schon mal etwas davon gehört, dass eine Schwangerschaft eigentlich nicht - wie im Volksmund üblich - 9, sondern 10 (Mond-)monate dauert. Soweit, so gut.
Beschäftigt man sich im Vorfeld einer Schwangerschaft genauer mit den Abläufen im eigenen Körper, begegnen einem plötzlich mysteriöse Kürzel wie ZT (Zyklustag), ES (Eisprung), MS (Mittelschmerz), LH (Luteinisierendes Hormon - zeigt den bevorstehenden Eisprung an), NMT (Nächster Menstruations-Termin), ZS (Zervixschleim), NFP (Natürliche Familien-Planung, sprich: Temperatur messen), VL (die gefürchtete Verdunstungslinie - auf einem Schwangerschaftstest, davon kann ich ein Lied singen), hCG (humanes Choriongonadotropin - das Schwangerschaftshormon) usw. Und als wäre das nicht genug, kommt dann der Frauenarzt, der an die freudige Nachricht "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger..." gleich noch ein "...übrigens in der Sechsplusvier" anhängt. Weil man in den meisten Fällen den genauen Zeitpunkt der Empfängnis nicht genau bestimmen kann, geht man bei der Berechnung der Schwangerschaftswochen vom Tag der letzten Regel aus. In einem Bilderbuchzyklus findet der Eisprung und damit die Befruchtung etwa 14 Tage später statt, man ist also schon 2 Wochen schwanger, in denen man davon erstens noch nicht mal etwas ahnt und zweitens, rein biologisch auch noch gar nicht schwanger ist. Am Ende kommt man dadurch auf eine Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen, also 38 "echten" und zwei geschenkten. Handelsübliche Schwangerschaftspipitests könnten etwa schon 10-12 Tage nach der Befruchtung das schwach-positive Ergebnis anzeigen. Wenn man also erfährt, dass man zu zweit unterwegs ist, ist man auf dem Papier etwa 3 Wochen und eine bestimmte Anzahl an Tagen schwanger, das entspricht der 4. Schwangerschaftswoche (3+4 = 4.SSW, 7+2 = 8.SSW usw) und damit auch dem Ende des 1. Monats. Das ging ja schnell...

Nach geschlagenen 19 Monaten, zahlreichen Arztbesuchen, der Diagnose Insulinresistenz und einer traurigen Erfahrung letzten Sommer achtet man jeden Monat ganz genau auf die Zeichen seines Körpers und entwickelt ganz besonders feine Antennen für dessen Signale. Und weil es süchtig macht, bestellt man sich die im Einzelhandel schweineteuren Schwangerschaftstests als 50er-Großpackung in der Billigversion für zu Hause. Auf Los geht's los.

Der erste Monat:

Am Tag des Eisprungs (ES) notierte ich in meiner Zyklus-App: "Yay, es hat geklappt! Ich weiß es einfach." Was danach geschah, liest sich für mich inzwischen wie ein Krimi, bei dem man schon weiß, wie es ausgeht und trotzdem jedes Mal mitfiebert. Vom (zu) frühen Testen raten die meisten übrigens ab, weil auch eine befruchtete Eizelle noch mit der normalen Blutung abgehen kann, wenn bei der Zellteilung etwas schief gegangen ist oder die Einnistung nicht richtig funktioniert hat oder oder. Ich konnte es allerdings nicht lassen und wollte so früh wie möglich bescheid wissen...

ES+2: "Mir ist schlecht."
ES+3: "Gestern Abend schlecht, heute Morgen schlecht. Und eine mikroskopische Menge hellrotes Blut. Hä?"
ES+5: "Gestern war Zumba und ich war soo k.o., fix und fertig schon nach 15 min, dass ich die Bewegungen kaum noch richtig ausführen konnte! Musste nach 40min schon gehen und dachte, ich schaffe es zu Hause die Treppe nicht hoch. Meine Mama: "Du hast so ein schmales Gesicht. Bist du schwanger?" Oha!"
ES+6: "Gestern Abend schlecht, heute Morgen schlecht. Einbildung?"
ES+7: "1 Uhr nachts, ich will ins Bett gehen, aber es ist nicht zum Aushalten: meine ganze Haut J-U-C-K-T furchtbar. Überall. So einen Anfall hatte ich noch nie. Aaaaahhhh!"
ES+7, die Zweite: "Beim Einkaufen war eine ältere Frau vor mir am Kassenautomaten mit einem aufdringlichen Parfüm. Musste durch den Mund atmen. Uäh."
ES+9: "Unglaublichen Appetit auf KÄSEKÄSEKÄSE. Am liebsten diesen stinkigen Bonbel in Scheiben, dazu Weintrauben. Mmhh. Habe heute getestet, könnte man da mit geschultem Auge einen Schatten erkennen? Zu wenig zum Fotografieren und erst nach ca. 20min. Hm."
ES+10: Es ist 7 Uhr 52. Ich sitze am Frühstückstisch und muss immer wieder gucken gehen zu meinem Test. Erst kam nichts in endlos langen Minuten, dann ein kleines bisschen vielleicht, ähnlich wie gestern. Aber 2 Verdunstungslinien sind doch recht unwahrscheinlich oder? Gestern Abend wieder großes Jucken überall. Was ist das? Blöd: Brustwarzenhaut kann man nicht kratzen!
ES+11: "Ist da was oder ist da nix? Ich kann gar nicht denken vor Überforderung. Gut, dass ich heute lange und viel arbeiten muss. Ich geh am Stock! Müsste der Strich - wenn ja - nicht schon viel sichtbarer sein nach 2 Tagen? Nach meinen Brüsten zu urteilen, muss ich übrigens schwanger sein. Die tun soo weh, das kenne ich gar nicht, wie 2 große blaue Flecken!"
ES+11, 21.45 Uhr: "OH MEIN GOTT! ICH BIN TATSÄCHLICH SCHWANGER!!! Habe heute außerplanmäßig einen Frühtest für 7,00€ (autsch!) gekauft und ihn abends noch gemacht. Neugierig, ob ein zartes Strichlein vielleicht auch auf einem Test einer anderen Marke zu sehen ist. Und dann die große Überraschung: nach wenigen Sekunden ein ausgewachsener zweiter Strich im Ergebnisfenster! Nicht eingebildet und nicht nur im richtigen Licht, sondern ganz real und gut sichtbar. Scheißescheißescheiße, das gibt's nicht! Ich bin schwaaaaaaaaaaaaaaaaaanger. YES!"


...to be continued...

Dienstag, 1. Juli 2014

Lieblingstweets Juni

Das Schöne ist, man lacht immer zwei Mal: zuerst beim Faven und dann noch mal beim Zusammenstellen der Lieblingstweets. Es hat sich wieder Einiges angesammelt in Mai und Juni: Tipps gegen Völlegefühl, Brückentage bei IKEA, versehentliches Waxing, dem goldenen Datenschuss und ein bisschen WM:




































Montag, 30. Juni 2014

Best-Of Juni

Wenn ich nicht regelmäßig jeden Monat Fotos für das Best-Of sortieren und archivieren würde, wäre ich in der Menge an Bildern wohl schon längst untergegangen und würde überhaupt nicht mehr durchsehen. Bevor Fiona auf der Welt war, gab es einfach handfeste Ordner wie "Urlaub 2006" oder "Abschlussprüfung 2009"auf dem Laptop. Mit der Geburt eines Kindes beginnt fototechnisch eine neue Zeitrechnung, die man am Besten von Anfang an systematisiert. Bei der Fülle an Daten bin ich inzwischen dazu übergegangen, den Ordner "FIONA" in diverse Unterordner aufzuteilen, z.B. "ab 2", "ab 3", "ab 4". Diese sind dann (dank Best-Ofs) jeweils noch mal unterteilt nach Monaten. Wie machen das nur Familien mit vielen Kindern?!? Dennoch: ein Hoch auf die Technik! Wenn wir all die Bilder in analog im Schrank stehen hätten, bräuchten wir definitiv eine größere Wohnung.
Ein paar Bilder aus unserem Juni gibt es hier für euch, viel Spaß!

Wir waren Anfang des Monats mit unseren jüngeren Musikschülern 3 Tage am Werbellinsee im Probenlager, haben Ende des Monats mit den Allerjüngsten (1./2.Klasse) vor einem ausverkauften Theatersaal das Schuljahresabschlusskonzert erfolgreich über die Bühne gebracht und auch sonst viel Musik gemacht :) Der kleine Künstler in unserem Haus entwickelt einen gesunden Ehrgeiz an seiner Melodica und möchte eigentlich nur Eines: auf die Bühne!


Als der Sommer ein paar Tage über Pfingsten seinen Gastauftritt in Berlin hatte, sind wir zum Badesee gefahren und haben ein bisschen Urlaubsfeeling getankt. Einen längeren Fußmarsch und 2 Blasen später hat sich das Thema "Flip-Flops" nun wohl erst mal erledigt...


 Fußball guckt bei uns eigentlich niemand, aber wenn das ganze Land im WM-Fieber ist, lässt man sich eben doch anstecken. Ich wurde von meinem Kind sogar dazu genötigt, Spiegelsocken und eine Fahne für's Auto zu kaufen! Die Deutschland-Torte gab's (nach einer Idee von http://cena-culinaria.blogspot.de) zu unserem Public Viewing, das unglücklicherweise mit einer wichtigen Gesamtprobe "kollidierte". Wir haben uns dann kurzerhand dazu entschlossen, in der Halbzeitpause zu proben und vorher gemeinsam zu gucken.


Fiona und ich waren diesen Monat bei den Tollas zu Gast, durften einen bunten Vormittag im kreativen Chaos des Tollabox-Büros verbringen, beim Mini-Material-Mittwoch helfen und im Tonstudio bei einer Aufnahme für die August-Box mitwirken (noch streng geheim!). Es hat mal wieder unglaublich viel Spaß gemacht! Die Sprüche-Lampe, die mich jedes Mal auf's Neue beeindruckt, hat hier ein eigenes Bild verdient! Fiona dagegen war übrigens viel beeindruckter von der Tatsache, dass im gesamten Büro verteilt Tolla-Augen an Wänden und Türen klebten ^^



Ist man im Urlaub auf einem Städtetrip, ist eine Sight-Seeing-Tour ganz selbstversständlich. Da fährt man im Bus durch die Metropolen dieser Welt, hat aber die schönsten Ecken vor der eigenen Haustür noch nicht gesehen. Um das zu ändern, ging es vorletztes Wochenende im Doppeldeckerbus durch Potsdam. Eine neue große Liebe haben wir auch mitgebracht: das Krümelmonster!


30 Jahre verheiratet - meine Eltern nehmen's mit Humor, haben zum Feiern geladen und sich sichtlich gefreut über die vielen Gäste, das gute Essen, das musikalische Programm und die Hochzeitsjubiläumszeitschrift mit dem Titel "JA! - ICH WOLLTE" :)


Der Zitate-Monat Juni war wieder sehr ergiebig, ich kam mit dem Mitschreiben kaum hinterher. Besonders schön sind ihre Gedanken zum Thema "Nachwuchs", aber lest selbst:
Fiona ist 4 Jahre und 8 Monate alt.

"Eine eigene Kamera? Toll, dann kann ich ja jetzt mein Essen fotografieren!"
(reif für social media, würde ich sagen)

"Da war's so dunkel, dass sogar Blitze aus der Kamera gekommen sind!!"

"Nono, wir bekommen ein Baby!"
- "Echt?! Zeig!"

(Ich zeige ihr ein Ultraschallbild)
"Höhö, sieht ja aus wie ein Elefant!"

"Jetzt noch ein Hörspiel? Schläfst du dabei auch wirklich ein?"
- "Ja, Mama, ich vertraue dir!"

"Gehen wir heute zu Indiana?"
(unsere Friseurin heißt Diana...)

"Nachtisch ist mein Lieblingsessen."

"Was gab es heute Mittag in der Kita?"
- "Puffermus."
(Kartoffelpuffer mit Apfelmus)

(Sie sieht mich mit hohen Schuhen laufen)
"Hey, Mama, du kannst ja damit laufen! 
Warst du etwa beim Hackenschuh-Unterricht?"

"Ich weiß nicht, was das für ein Käfer ist, Noni."
- "Vielleicht kann ich das im großen Naturbuch googeln!"

"Zeig mal deinen Bauch"
(...)
"Oh, der ist ja schon ein bisschen dick. Halb Essen und halb Baby."

"Guck, Mama, hier in der Mitte ist die Fruchtblase und drum herum das Essen."

(Ich wecke Fiona eines Morgens. 
Sie schlägt die Augen auf und fragt völlig unvermittelt)
"Möchtest du, dass ich dir bei Sasa eine Schafgarbe pflücke?"

"Heute fängt die WM an! Frag doch, ob ihr in der Kita auch Fußball spielt."
- "Aber ich bin doch ein Mädchen, Mädchen spielen keinen Fußball."
"Doch, klar! Es gibt sogar richtige Frauenmannschaften!"
- "Hm, aber ich hab noch nie einen Ball getroffen...."

"Ein Baby entsteht, wenn Mama und Papa sich ganz doll lieb haben, stimmt's?"
- "Äh...ja."
"Ok, und wann habt ihr euch eigentlich lieb gehabt?"

"Wow, du kannst das Lied aber schnell spielen!"
- "Ja, meine Finger sind schneller als ein Schmetterling fliegt!"

"Im Radio haben sie Hitzewelle gesagt. 
Oh nein. Wenn es Hitze gibt, wird dein Lenkrad bestimmt wieder sehr heiß, Mama."

"Bist du böse auf mich?"
- "Nein."
"Gut, wir sind ja auch gefreundet. Und außerdem bist du ja meine Mama."

(Sonntag Morgen, vor meinem Bett)
"Mama, können wir heute ausschlafen?"
- "......ja....."
"Ich möchte aber nicht ausschlafen."

"Mit meiner Katzi kann man immer ganz schnell einschlafen."
- "Sowas möchte ich auch!"
"Aber Mama! Ihr Erwachsenen braucht sowas nicht. Ihr schlaft doch immer sofort von selber ein, wenn ihr die Augen zu macht!"

"He, du hast mein Fahrgestell demoliert!"

"Diese Tapete haben wir lange nicht mehr betrachtet."
- "Betrachtet?! Woher kennst du denn solche schweren Wörter?"
"Ich weiß das einfach!"

"Mama, Dingsbums sagt man nicht! 
Das ist ein Name für welche, die nicht so attraktiv sind und nicht so klug."
(wtf?!)

(in der musikalischen Früherziehung)
"Wisst ihr noch, wie ihr euch das Wort "Spinne" auf Englisch gemerkt habt? Da gibt es so einen Film..."
Kind: "Ich weiß! STAR WARS!"


Wir wünschen euch einen tollen Start in den Juli!

Dienstag, 24. Juni 2014

Meine schrägsten Urlaubserlebnisse

Mama-on-the-rocks läutet mit einer Blogparade zum Thema "Mein schrägstes/lustigstes Ferienerlebnis" die bevorstehende Urlaubssaison ein.
Da wir leidenschaftliche gerne verreisen, gibt es auch das eine oder andere witzige Urlaubserlebnis, das ich gerne mit euch teilen möchte, von abgesägten Eheringen, dem Toilettentrauma und einem exhibitionistischen Affen.

No.1: England, im Jahr 2000. Ich war 13. Wir fuhren in den Sommerferien bevor ich in die 8.Klasse kam hin und ich freute mich riesig auf Land und Leute, wollte ich doch endlich mal "in echt" meine sehr guten Englischkenntnisse anwenden. Mit einem heimtückischen Dialekt, wie es typisch für die verschiedenen Regionen Englands ist, habe ich allerdings nicht gerechnet und war an einem Fish & Chips-Stand gnadenlos überfordert mit der chinesisch anmutenden Frage: "Taikaweiohstai?"
(Take away or stay?)


No.2: Wir waren auf Malta, 2003. Meine Mama stolperte unglücklich und fiel u.a. auf die rechte Hand. Ihr Ringfinger schwoll innerhalb einiger Tage auf die doppelte Größe an. Da half kein Ziehen und kein Drücken: der Ehering saß bombenfest und der Finger bekam nach und nach eine eher ungesunde Farbe. Wieder zurück zu Hause war es der eigene Ehemann, der erst mit einer kleinen Eisensäge (!) und anschließend noch mit einem Seitenschneider den heiligen Bund der Ehe absägte und so den Finger rettete. (Gerade frisch recherchiert für die Jubiläumszeitung zum 30. Hochzeitstag meiner Eltern)


No.3: Ich war noch sehr klein, auf jeden Fall noch nicht in der Schule, und wir flogen auf unsere griechische Lieblingsinsel, Skiathos. Im Flugzeug ging ich allein auf die Toilette, schloss ordnungsgemäß die Tür ab und erledigte, was zu erledigen war. Leider ging die Tür hinterher irgendwie nicht mehr so leicht auf, wie sie vorher zugegangen war. Ich bekam Panik, trommelte von innen gegen die Tür und schrie laut "HIIILFEEE!!!". Seitdem vermied ich es bis als Erwachsene (!), im Flugzeug die Toilette zu benutzen.


No.4: Frankreich, vielleicht 1991. Das Toilettentrauma zieht sich durch meine gesamte Kindheit. Ich schloss nach der Flugzeugsache grundsätzlich nicht mehr ab. In Frankreich gab es aber hochmoderne und sich selbst reinigende Toiletten, deren Licht innen auch nur funktionierte, wenn die Tür verriegelt war. Und wie ich noch so bei halboffener Tür im Dunkeln auf dem Klo saß, dachte selbiges, es müsse sich genau in diesem Moment reinigen und startete die Sprinkler-Anlage. Statt wegzurennen, blieb ich wie angewurzelt sitzen und schrie wie am Spieß: "HIIILFEEE!!!"


No.5: Letztes Jahr machten wir Urlaub auf Mallorca. Ein Muss für Kinder ist der Safari-Zoo in der Nähe von Cala Millor. Während unseres Besuches wurden wir Zeuge eines seltsamen Schauspiels. Ein Schimpanse saß in seinem Käfig und spielte mit einer leeren Plastikflasche. Als er bemerkte, dass er Zuschauer hatte, fing er an, an seinen Genitalien zu spielen, bis diese eine annehmbare Größe erreicht hatten. Er steckte seinen P*nis in die Flasche, entleerte seine Blase, hielt danach mit seinem Daumen die Öffnung der Flasche zu und schüttelte kräftig. Eigenurin soll ja eine heilende Wirkung auf den Körper haben, aber als er den Inhalt der Flasche anschließend tatsächlich trank, dachten wir erst, der arme Affe, der muss ja soo durstig sein. Denkste! Eine große Schüssel mit frischem, sauberen Wasser stand in seinem Gehege. Er genoss einfach nur die Aufmerksamkeit und wiederholte sein Schauspiel noch einige Male für andere Gäste...

 

Mittwoch, 18. Juni 2014

Mamasünden...?

Von Herzmutter Janina wurde ich nach Überlebensstrategien verzweifelter Eltern gefragt und Mama- und Papa-Sünden, die man so begeht im Zusammenleben mit kleinen Menschen. Meistens ist es ja so, dass man eine ganz konkrete Vorstellung von Erziehung und Regeln hat. Bevor man Eltern wird...
Hier sind sie also, meine Top20-"Überlebensstrategien":


#1 Im Sommer sind 3 Eis am Tag ok.
#2 Unser iPad verfügt über genau eine Mama-App (Pinterest), aber unzählige Kinder-Lern-Apps und Filme. Ideale Beschäftigung in Maßen für lange Autofahrten, Flugreisen oder Restaurantbesuche und dazu pädagogisch-wertvoll: Buchstaben lernen und mit dem Finger nachfahren, Fledermäuse zählen mit Drache Kokosnuss, englische Spiele mit Micky Maus. Kopfhörer dazu sind Gold wert, ansonsten verfolgt einen die Titelmelodie von Pettersson & Findus bis in den Schlaf...
#3 Barfuß durch den Garten laufen, im Matsch nach Schätzen graben, bei Regen raus gehen oder den ganzen Körper im Sand einbuddeln? Nur zu, Schatz, du bist zu 100% waschbar.
#4 Das Kind musste noch nie nach dem Sandmann ins Bett, sondern bleibt so lange wach, bis es (fast) von alleine umfällt. Es lebt sich entspannter.
#5 Dino-Stullen mit Marmelade kann man auch schon mal im Kinderzimmer essen. Man sollte nicht meinen, was rein geht, wenn die Mahlzeit nicht am Tisch stattfinden muss.
#6 Mütterliche Wenn-Dann-Konstruktionen sind völlig legitim, ein bisschen Erpressung gehört dazu ("Wenn du jetzt ohne Meckern ins Bad kommst, darfst du zum Einschlafen ein Hörspiel hören.")
#7 Ein Kind möchte da sein, wo die Familie ist. Spielzeug im Wohnzimmer gehört dazu und ist ein ganz natürlicher Vorgang, wenn auch ein schleichender.
#8 Die Bildschirmhelligkeit am iPhone ist eine sehr nützliche Funktion, wenn man ab und zu abends am Bett sitzen und "noch ein bisschen streicheln" soll.
#9 Sechzig Cent für das Reitpferd bei C&A und Mama kann ganz in Ruhe Klamotten shoppen.
#10 Ist das Kind (nicht ansteckend) krank zu Hause, darf es mit Mama mit in die Schule kommen und den 2x 30 min Unterricht bei den Großen lauschen. Ggf. siehe #2.
#11 Die Toilette ist ein geeigneter Rückzugsort, um mal in Ruhe latest news in sozialen Netzwerken zu lesen.
#12 Der Fernseher ist nicht böse und Augen werden davon nicht viereckig.
#13 Bunte Pflaster mit Winnie Pooh und leere Sprühflaschen mit Anti-Monster-Aufschrift haben einen nicht zu unterschätzenden Heilungswert auf die Psyche.
#14 Nikolaus, Osterhasen und Weihnachtsmann gibt es solange, bis das Gegenteil bewiesen wurde!
#15 Im Spielwarengeschäft kaufe ich manchmal Kinderspiele, die ich selber so gerne spielen möchte und argumentiere solange, bis das Kind auch davon überzeugt ist.
#16 Vielleicht keine Sünde, aber eine Überlebensstrategie: ich erkläre meiner Tochter, weshalb ich wie entschieden habe und beziehe sie - wenn möglich - in den Prozess mit ein. Allerdings ist dann auch klar: ein entschiedenes "NEIN" heißt auch wirklich nein. Kinder sind nicht dümmer als wir, nur kleiner und unerfahrener. Hat allerdings absolut nichts mit antiautoritärer Erziehung zu tun.
#17 Ich höre mir ihre Argumente im Streit an und nehme sie ernst. Das gibt Selbstvertrauen.
#18 Wenn es der Mama gut geht, geht es auch dem Kind gut. Also ruhig auch mal Zumba tanzen statt Wäsche waschen. Die läuft ja nicht weg.
#19 Hilfe zur Selbsthilfe: ich bastele, esse "Sandeis", lese vor, spiele Ball und mache mit ihr Musik. Aber manchmal darf man auch einfach sagen: "Mal doch mal alleine ein Bild für mich" oder "Bau mal einen groooßen Lego-Park und zeig ihn mir, wenn du fertig bist...".
#20 Die eigenen Mütter sind mit keinem Geld der Welt zu bezahlen! Omas sind eine ganz besondere Spezies, forschen mit Lupe, Naturlexikon und einer Engelsgeduld nach exotischen Käfern, bauen Ameisenfallen und Insekten-Ansaug-Rohre und machen Pudding, Milchreis oder Eierkuchen, wann immer das große (ich) oder das kleine Kind (Fiona) krähen. Danke!

Ein abschließendes Statement für alle Neu-Eltern? Verabschiedet euch beizeiten von zu konkreten Vorstellungen, was das (selbstständige) kindliche Schlaf-, Ess- und Spielverhalten angeht und das Zusammenleben wird für alle Beteiligten stressfreier. Wer schreibt euch vor, dass ein Säugling, den Mama 10 Monate wiegend unter ihrem Herzen getragen hat, sofort allein im eigenen Bett schlafen können muss? Wer entscheidet, wann ein Kleinkind krabbelt und wie viele Wörter es mit 1 Jahr spricht? Jedes Kind ist anders und hat sein ganz individuelles Tempo. Fiona hat mit 2 Jahren schon einen unglaublichen Wortschatz gehabt, hatte allerdings Windeln an, bis sie fast 3 war. Who cares?

"Dinge, die man als Kind geliebt hat, bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.
Das Schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören, 
an jenen Orten zu verweilen, wo wir einmal glücklich waren." 
(Khalil Gibran)

Mittwoch, 4. Juni 2014

Lieb-Links

Heute mal (unbezahlte) Fremdwerbung: ich muss euch ganz dringend ein paar Links ans Herz legen. Ich habe Tränen gelacht und mich während des Lesens nicht nur ein Mal beim zustimmenden Kopfnicken erwischt. Viel Spaß!

1. Wer Kinder hat, wird sich erkennen und darf den Ohrwurm for free mitnehmen! Das Nuf als Gastbloggerin auf herzdamegeschichten über Ohrwürmer

2. Gynäkologin und Lieblings-Buchautorin Josephine Chaos bloggte vor einer ganzen Weile über Gerüchte und Wahrheiten im Kreißsaal - humorvoll und lesenswert, nicht nur für Mütter!

3. Maximilian Buddenbohm über graue Sonntage und wie man Kinder an selbigen am Effektivsten beschäftigt.

4. Nochmal das nuf mit dem allabendlichen Zähneputzen, inszeniert als griechische Tragödie: man sollte also mindestens 3 Kinder haben, sonst ist der Chor nicht vollständig!

5. Texte, bei denen man sich ärgert, dass sie nicht von einem selber sind. Kennt ihr? Mein absolutes Highlight: Markus Barth, mein zweiter Lieblingsautor, mit einer Abhandlung über den Mars - die "adipöse Kiosk-Nacktschnecke" bzw. den "impotenten Kriegsgott" unter den Schokoriegeln. Wahrhaft göttlich!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Best-Of April/Mai

Lange musstet ihr darauf warten, dafür gibt's jetzt eine bunt gemixte Bilder- und Zitateflut der beiden Monats-Best-Ofs!
Im April haben wir es uns eine Woche in der Sonne Ägyptens gut gehen lassen (siehe HIER), ohne Frage das Highlight des Monats!


Direkt nach der Rückkehr ging es an die Eier: ausblasen, bemalen, verstecken, suchen und natürlich trudeln. Gibt es diesen Brauch bei euch auch? Wir packen dafür am Ostersonntag haufenweise gefärbte (und gekochte) Eier ein, machen mit der ganzen Familie einen Osterspaziergang zu einem kleinen Hügel und von oben werden die Eier von den Kindern mit Schwung den Berg hinab gerollt. Geht die Schale dabei kaputt, darf das Ei gegessen werden. Wichtig hierbei: Mini-Salzstreuer :) Dieser heidnische Brauch geht wohl zurück bis ins 16. Jahrhundert aus der Gegend des Spreewaldes mit dem Ei als Symbol für Leben, Fruchtbarkeit und Glück.


Wir haben das schöne Wetter genossen, viel draußen gespielt (das große Garten-Dart gab es vor einer Weile bei Tchibo, great fun!) und endlich mal die Sandbilder ausprobiert. Funktionieren ganz wunderbar, man braucht allerdings ein bisschen Geduld und eine nicht so empfindliche Tischdecke ^^


Ende des Monats waren wir in der Musikstadt Trossingen in Baden-Württemberg (südlich von Stuttgart) zu Workshops und Konzerten am Konservatorium, wo ich bis 2009 studiert habe. Als Fiona das letzte Mal dort war, war sie noch in meinem Bauch, dementsprechend neugierig war sie auf die Stadt, in der sich Mama und Papa kennengelernt haben...


Der Mai kann ja nur gut werden, wenn er mit einem Feiertag beginnt (der nicht auf ein Wochenende fällt). Den "Tag der Arbeit" haben meine Eltern pflichtbewusst im Garten verbracht, während wir uns im Kino mit den Muppets köstlich amüsiert haben. Der kriminelle Kermit-Doppelgänger Constantin, der aus einem sibirischen Gefängnis ausgebrochen ist, nutzt mit seinem Komplizen die Europa-Tour der Muppets, um den größten Juwelenraub aller Zeiten zu planen. Während die gutgläubigen Muppets anfangs gar nicht merken, dass "Kermit" plötzlich so einen seltsamen russischen Akzent hat, findet sich der echte Kermit plötzlich, auf der Flucht vor der CIA und Interpol, in dem sibirischen Gefängnis wieder. Aber die Muppets wären nicht die Muppets, wenn sie nicht auch für dieses Problem gemeinsam eine Lösung finden würden. Fiona hatte am Ende Tränen in den Augen. Als ich ihr erklärt habe, dass doch alles gut und der echte Kermit wieder bei seinen Freunden sei, erwiderte sie nur: "Mama! Ich weine doch nur, weil es so schön ist!" Miss Piggy kommt ihrem Traum übrigens so nah wie nie und steht am Ende sogar in einem maßgeschneiderten Hochzeitskleid von Vivienne Westwood vor dem Traualtar! Für Freunde der kultigen Puppen ein absolutes Must-See! Wir hatten viel Spaß!


Diesen Monat war ich nähtechnisch sehr fleißig! Mit der neuen Maschine macht es einfach so viel Spaß und geht so schön schnell, dass man im Handumdrehen tolle Kleider, Mützen oder Shirts gezaubert hat. Fiona kommt immer gerne mit in den Stoffladen und sucht sich gezielt Stoffe aus und auch ganz konkret, was daraus werden soll. Das größte Lob ist dann immer: "Ooooh, ist das schön! So eins hab nur ich! Danke, Mama!"
(Schnittmuster: Beanie Miss Poppins, Kinderhalstuch Leni PePunkt, Herbstkleid Lillesol & Pelle, Basic Tank Top KiBaDoo, Shirt "Easy" Miss Poppins, Halssocke "Clodia" Damali)



Anfang Mai hatte Fiona ganz plötzlich festgelegt, sie wolle keine Stützräder mehr an ihrem Fahrrad haben. Am 15.05. war es dann soweit: sie stieg auf und fuhr! Wir hatten zu der Zeit gerade Ensembleprobe und meine Mama war mit ihr im Garten. Vor der Stunde lief sie noch und nach der Stunde ist sie ohne Hilfe gefahren. Mein Mamaherz wäre vor Stolz fast rausgesprungen. Da fährt das große Mädchen jetzt einfach so los. Unfassbar....


Wir sind dem Erdbeerwahn verfallen und gönnen uns wöchentlich 1-2x die horrend teuren (aber unglaublich leckeren!) Karls Erdbeeren aus den kleinen Erdbeerhäuschen, die überall in der Stadt rumstehen. Gestern Nachmittag hatte die Erdbeere ausnahmsweise noch geöffnet (normalerweise nur morgens solange der Vorrat reicht) und ich habe übersehen, dass die einzelnen Körbe nicht wie sonst 250g-Schalen waren, sondern 500er. Ich bestellte also wie üblich 2 Schalen und war kurz darauf um gute 12 € ärmer und um 1kg (!) Erdbeeren reicher. Ups... Nächstes Mal: Augen auf beim Erdbeerkauf. Mein kleiner Naturforscher war am Wochenende mit Lupe und Stethoskop im Wald unterwegs, um Holzwürmern so auf die Schliche zu kommen: "Mama, ich hab einen knurren gehört!"  und außerdem hatten wir großen Spaß auf einer U-Bahn-Brücke mit hier nicht näher zu bezeichnenden Dummheiten. 
"...da freut sich die Spucke, dass sie Bahn fahren kann! Holladihia, holladiho...."

 P.S. Wer ein systematisches und trotzdem kindgerechtes Buch zum Thema Natur sucht, sollte mal bei der Reihe "Naturdetektive" gucken. Viele kleine Ausgaben zu verschiedenen Themengebieten (Bäume, Vögel, Blumen, Insekten, usw.) für je 4,99€. Lohnt sich!


Diesen Monat hat Fiona in einer kleinen Gruppe meiner Vorschulkinder mit ihrem ersten Melodica-Unterricht begonnen. Sie lernt unglaublich schnell, ist wahnsinnig stolz (und ich erst!) und kann ganz konzentriert und sicher die ersten 3 Lieder auf ihrem Instrument spielen! Hach!


So, hier kommen nun die versprochenen Zitate aus 2 Monaten Kindermund:
Fiona ist 4 Jahre und 7 Monate alt.

"Was gab's heute im Kindergarten zum Mittag?"
- "Zimt mit Senf als Dessert."

"Meine Mama kann einfach alles! 
Die kann sogar mit dem Osterhasen und dem Weihnachtsmann telefonieren!"

"Nono, du trödelst!"
- "Ja, meine Füße sind ja auch ganz matschig.
Muss ich sie wohl in einem Topf mit heißem Wasser kochen."

"Hast du gehört, Mama? Ich huste! Da brauchen wir möglicherweise Hustensaft!"

"Ach, Mama! Dafür brauche ich echte Stifte, nicht welche aus Plastik!"

"Nach dem Frühling kommt der Sommer. Aber vorher ist noch Mai."

"Ey! Wenn du mich die ganze Zeit knutschst, kann ich gar nicht fernsehen!"

"Kaufen wir wieder Gummitiere mit Schaumstoff?"

"Was möchtest du für eine Pizza, Fiona?"
- "Walhai."
"Was?!"
- "Na W-A-L-H-A-I!"
"Meinst du etwa Hawaii?"
- "Achso, ja."

"Manchmal bist du ganz schön bockig."
- "Ja, dann darfst du mich immer Frau Böckchen nennen."

"Brauchst du Ersatzbatterien für dein Walkie Talkie?"
- "Nee, nee, da sind ja schon 2 drin."
(Frauenlogik!)

"Fiona, lesen wir heute Stockmann?"
- "Hä? Was ist denn in dich eingefahren?!"

"Ganz schön windig heute, wenn ich das sagen darf!"

(Das Radio läuft)
"Mama, der Fernseher ist aus aber irgendwie gibt er trotzdem Laute von sich!"

"Ich brauche einen Computer."
- "Jetzt schon? Wofür das denn?"
"Na ich will mal wieder nach Ägypten."
- "Und dazu braucht man den?"
"Ja, um den Flug zu planen."

"Heeeey, du kannst Fahrrad fahren!!!!!"
- "Tja, ich bin halt ne coole Socke! Ich bin so stolz auf mich selber!"

(Fiona spielt Tierarzt"
"Hat's dem Hasi weh getan?"
- "Nö, war nur ne kurze Reparatur..."

(Ich kämme sie)
"Man! Du hast schon wieder durch meinen Filz geharkt!"

"Eigentlich mögen die Käfer gelb, aber jetzt haben sich alle auf blau versammelt."

"Mama, wenn wir spielen, darfst du nicht reden. Das steht nicht in den Spielregeln!"

"Guck mal, die Wolken sind ganz verwurschtelt!"

(neben uns fährt ein Krankenwagen mit Sirene vorbei)
"Boah, der hat aber laut gebrüllt!"






Wir werden die kommenden 3 Tage mit 50 Kindern im Musik-Probenlager verbringen, deswegen wünschen wir euch jetzt schon einen tollen Start in den Juni!

Freitag, 16. Mai 2014

Lieblingstweets April/Mai

Gestern war es soweit: die erste Vermisstenmeldung ist eingetroffen (danke, Kaja!) und trotz meiner Blogabstinenz sind neue Leser hinzugekommen (herzlich Willkommen!), höchste Zeit also, ein Lebenszeichen zu geben! (Aber immerhin würde es euch auffallen, wenn ich ausgewandert wäre und meinen Laptop vergessen hätte ;)
Es ist nicht so, dass in den letzten Wochen nichts Aufregendes passiert wäre, was es zu Verbloggen gäbe, aber wir fliegen im Sommer mit dem gesamten Orchester ins wunderschöne Griechenland und die musikalischen Vorbereitungen für unsere Konzertreise (und meinen aktuellen Unterricht) nehmen so viel Zeit in Anspruch, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Und ich hatte vergessen, wie schön sich so ein leeres Blogfenster anfühlt, das mit Worten und Bildern gefüllt werden möchte :)
Ich bin euch auch noch das April-Best-Of schuldig, reiche ich nach mit dem Mai gemeinsam! Da könnt ihr euch auf eine Zitateflut zum Tränenlachen freuen! Das Kind ist echt der Knaller, tolles Alter gerade!

Zum "Warmwerden" gibts erst mal als Appetithappen ein paar Twitterfunde der letzten Wochen. Viel Spaß mit evolutionsphilosophischen Fragen, dem verflixten Kulturteil aus der Zeitung, dem treffendsten Kommentar zum Vorentscheid des "Jurowischn-Songkonntest" (googelt mal Belgien!) und der einzig wahren, bio-logischen Bezeichnung für das männliche Geschlechtsteil.