Montag, 8. Februar 2016

Lieblingstweets Januar Teil 2

Jetzt habe ich sie euch regelmäßig im 2-Wochen-Abstand versprochen und hänge urlaubsbedingt nun doch wieder eine Woche hinterher, sorry!
Hier ist also mit einem bisschen Verspätung der zweite Teil vom Januar auf Twitter:


















Donnerstag, 21. Januar 2016

Kurz mal rebooten

Ich habe gerade das große Kind mit dem Schlitten zur Schule gezogen und auf dem Rückweg gedacht, wenn ich zu Hause bin, muss ich bloggen. Jetzt sitze ich vor dem leeren Editor und die Gedanken drängeln sich im Kopf, aber keiner will der erste sein.


Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein zweites Kind von den gleichen Eltern so anders sein kann als das erste. Alle lachen immer, wenn ich bei Fiona rückblickend von einem "Anfängerbaby" spreche, aber genau das war sie. Felicia hingegen hat es faustdick hinter den Ohren. Ich glaube, dass das eine genetisch bedingte Charaktersache ist, aber sicherlich tut auch der "Ich-bin-das-zweite-Kind"-Status sein Übriges dazu.
Sie fordert mich. Um ehrlich zu sein, bringt sie mich auch körperlich an meine Grenzen. Ich habe keinen Moment mehr für mich alleine, nur diesen jetzt gerade, wo sie nebenan mit Papa im Bett liegt und noch schläft [Anm.d.Red: 2min, nachdem ich das schrieb, wurde sie wach]. Tagsüber Mittagsschlaf ist oft Fehlanzeige, und wenn, dann nur kurz mal eine halbe Stunde in der Trage, also auch an mir dran. Wenn ich aufs Klo gehe, dusche oder mir die Haare wasche, habe ich Publikum, was nebenbei den Badezimmerschrank ausräumt. Wenn ich versuche, im Home Office zu arbeiten, sitzt hinter mir im Laufgitter ein Baby, das bespaßt werden möchte und das auch lautstark äußert. Ich kann alle Melodien und Texte des blinkenden Telefons auswendig mitsingen und währenddessen Noten für ein ganz anderes Lied aufschreiben - Multitasking at its best! Ich bin unglaublich schnell in der Erledigung von Aufgaben geworden, weil ich ja nie weiß, wie lange sie mich noch arbeiten lässt und wann ihre Geduld endgültig vorbei ist.
Wenn ich sie auf dem Schoß habe und am Klavier etwas ausprobiere, schiebt sie meine Hände weg und macht selber Musik. Die Demo-Taste kennt sie auch schon.

Wenn ich - nachdem sie satt ist - endlich auch essen möchte, klettert sie in ihrem Hochstuhl und versucht ständig, auszubrechen. Wenn ich dem großen Mädchen ein Buch vorlese, sitzt ein kleines Mädchen im Bett und versucht, die Seiten zu zerreißen, wenn ihm die Zeit bis zum Umblättern zu lange dauert. Wenn ich abends völlig erschlagen auf die Couch gehe, klettert ein mopsfideles Baby auf mir rum, nimmt mir die Bücher weg, die ich gerade lesen möchte (hat zwar keine Haare aber interessiert sich brennend für "Wunderschöne Flechtfrisuren"), versucht, die CDs auszuräumen oder die Handcreme zu essen und schreit, wenn ich etwas wegnehme. Wenn ich mich hinlege, um das nörgelig-müde aber trotzdem aufgedrehte Kind zu stillen, schlafe ich ein und verpasse die einzige Sendung, die ich gern sehen möchte und auf die ich mich den ganzen Tag gefreut habe (Ja, ich oute mich als Dschungel-Gucker, aber ich verpenne ja alle Folgen...). Wenn ich dann ins Bett gehe, wird das Baby wach, brüllt, lässt sich von Papa nicht beruhigen und ich putze mir in Windeseile die Zähne und schminke mich gleichzeitig ab, damit das große Kind von dem Gebrüll nicht wach wird. Wenn ich dann blitzschnell den Schlafanzug anziehe und ins Bett gehe, um das Baby erneut zu stillen, schlafe ich dabei ein und liege die ganze Nacht mit hochgeschobenem Oberteil auf der Seite. Ungefähr alle 2 Stunden werde ich geweckt und muss das Baby wieder beruhigen, bevor es in einer anderen unbequemen Position weiterschläft. Sicher haben wir versucht, das schlafende Baby in sein eigenes Bett zu legen, aber nachdem das ein paar Mal schief gegangen ist, wird man vorsichtig und genügsam. 30cm Bett sind völlig ok, solange man mal für eine Stunde die Augen zumachen darf.
Todmüde gucke ich aufs Handy und werde panisch, wenn es schon halb 6 ist und ich das Gefühl habe, noch gar nicht geschlafen zu haben. Denn 6.20 Uhr klingelt der Wecker und dann ist meine Nacht vorbei. Ich habe Augenringe bis zum Knie und furchtbar Rücken von dem krummen Liegen. Und sollte ich in absehbarer Zeit mein erstes graues Haar kriegen, weiß ich schon, nach wem ich es benennen werde...

Das große Kind genießt die morgendliche Exklusivzeit mit mir, das merke ich. Ich dope mich mit Kaffee, bin für sie gut gelaunt und überspiele meine Nacht, damit Fiona einen guten Start in den Tag hat. Wir gehen im Dunkeln zur Schule, quatschen über Dies und Das, verabschieden uns und ich laufe allein zurück.

Diese 10min sind meine Me-Time. Nur ich und meine Gedanken.
Und die kalte Luft. Kurz mal rebooten. Strg Alt Entf.
 
Ich liebe dieses Baby abgöttisch und wenn es sich morgens verschlafen die Augen reibt und lächelt, ist jede noch so schlimme Nacht vergessen.
Aber es bringt mich an meine Grenzen. Ich. Bin. So. Müde.
Natürlich laufen auch nicht alle Tage und Nächte so ab, aber eben die meisten.
Anfang der Woche waren wir beim Osteopathen, mein letzter Strohhalm, was das Schlafproblem angeht. Der hat eine Blockade am Kreuzbein festgestellt und behoben und ich warte nun, ob sich dadurch irgendetwas ändert.
Ich freue mich täglich auf die Stunden am Nachmittag, in denen ich arbeiten gehen darf und sie bei meiner Mama ist. Eine kleine Auszeit für uns beide, kurz mal auf "Pause" gedrückt. Sie weiß ganz genau, was sie will und auch, was sie nicht will. Sie wird unglaublich bockig, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorstellt, kann aber andererseits auch wahnsinnig gut gelaunt sein, tanzen, singen, erzählen, lachen und flirten, was das Zeug hält.
Noch so ein kleiner Mensch und doch schon so viel Persönlichkeit!
Ich schätze, wenn dieses Kind erst spricht, können wir uns alle warm anziehen.

Kennt ihr diese Situationen auch?
Waren bei euch auch beide Kinder so grundverschieden? 
 
Ein seltenes Bild: das Kind schläft!

Mittwoch, 20. Januar 2016

Lieblingstweets Januar Teil 1

Weil die Twitterlieblinge inzwischen ganz schön viele geworden sind jeden Monat und es selten Kommentare dazu gibt (liest überhaupt jemand bis unten?), werde ich sie halbieren. Dann gibt's jeden Monat 2x was zu lachen!
Hier kommt also die erste Januarhälfte, mit Berliner Charme, der gemeinen Passwortproblematik und verzwickten Faschingsfragen. Viel Spaß!

























Donnerstag, 14. Januar 2016

Temporäre Schulkindamnesie

oder: wie mich das Kind mit "Weiß ich nicht mehr" an den Rand der Verzweiflung brachte.


Fiona geht in die 1.Klasse und besucht mit viel Freude den Lebenskundeunterricht (das weltliche Pendant zu Religion). Die Kinder durften im Unterricht ihre Namen auf kleine Zettel schreiben und in ein großes Glas stecken. Jede Woche wird nun ein Kind gezogen, das "Bärchen" mit nach Hause nehmen darf.
Bärchen ist ein kleiner Teddybär, der eine Woche lang bei jedem Kind zu Hause wohnen darf. Er kommt in einer durchsichtigen Plastiktüte und bringt eine Art Mini-Schulranzen, eine Zahnbürste und ein großes Tagebuch mit. In dieses Tagebuch malen, schreiben und kleben die Kinder ein, was Teddy in der Woche bei ihnen alles erlebt hat. Eine total schöne Idee, wie ich finde. Entsprechend aufgeregt war Fiona, als sie gestern stolz das Bärchen samt Zubehör aus ihrer Mappe zog.
Im Tagebuch stehen auf der ersten Seite die Regeln für das Zusammenleben. Nummer 1 lautet:
Pass immer gut auf Bärchen und seine Sachen auf.


Bärchens erste Nacht bei uns verlief problemlos; er durfte natürlich in Fionas Bett schlafen.
Heute früh bereitete ich Toast zu, extra in Bärchenform mit einem unserer vielen Ausstecher. Honigbrot mag er nämlich für sein Leben gern, erzählte mir das Kind.
Und dann, kurz vor dem Losgehen zur Schule, schickte ich Fiona und Bärchen Zähneputzen, schließlich hat der Teddy ja sogar eine eigene Zahnbürste dabei.
Daraufhin stellte mir Fiona die Frage der Fragen:
"Wo ist Teddys Zahnbürste?"
- "Na in dem Beutel mit seinem Zubehör. Wo hast du den denn?"
"Du hattest ihn doch."
- "ICH?! Nein, DU hast ihn doch gestern gehabt. Wo hast du die Tüte denn hingelegt, nachdem du den Bär rausgenommen hattest?"
"Ich weiß es nicht mehr."

Diese vorübergehende Amnesie befällt Kinder meistens schon im Kindergarten, wenn man sie am Abend fragt, was sie am gleichen Tag (!) zum Mittag gegessen haben.
Möchte man wissen, was das Kind in der Schule gelernt hat, muss man konkreter fragen: "Ihr habt heute bestimmt das R gelernt. Oder das B?". Fragt man allgemein, gibt es oft nur "Weiß ich nicht mehr" zur Antwort. Verrückt, so ein Kinderkopf. Auch die Handschuhe, die sie morgens noch anhatte, sind am Nachmittag nicht mehr da. Mützen, Schals und Strickjacken ereilt nicht selten das gleiche Schicksal.
Letztens hat sich in der Schule die Jacke eines Jungen angefunden, der vor 6 Jahren (!!) die Grundschule verlassen hat. Scheint also kein Einzelfall zu sein, mein Kind. Gut, dass der Kopf angewachsen ist!

Zurück zu Bärchen:

"Wir haben ihn noch keine 24 Stunden und du hast schon seine Sachen verbummelt?!?"
- "Wir haben ja noch eine ganze Woche Zeit, sie zu finden, Mama..."

Und während ich, den Tränen der Verzweiflung nahe, eine Stunde meines Vormittages damit verbrachte, das Kinderzimmer inklusive Verkleidungskiste umzupflügen, kam mein Mann aus dem Wohnzimmer, hielt eine Tüte hoch und fragte, was die zwischen den Spielzeugen auf der kleinen Couch mache und was das da drin sei...
Bärchen wird den Rest der Woche von der Hand in den Mund leben müssen, denn sein Rucksack (mit Verpflegung) wurde von mir konfisziert und wird erst am Tag der Rückreise wieder herausgegeben. Sicher ist sicher!


Sind eure Kinder auch solche verplanten Verbummler? Wird das irgendwann besser?

Mittwoch, 13. Januar 2016

#12 von 12

Die eigentliche Herausforderung bei der Aktion #12von12 ist nicht, am Monatszwölften 12 Bilder seines Tages zu machen, sondern am 11. daran zu denken, dass morgen der 12. ist!
Diesen Monat habe ich es mal wieder geschafft und nehme euch mit in unseren gestrigen Dienstag. Bild 9a fehlt, man stelle sich hier eine Orchesterprobe vor.

Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am
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P.S. Noch mehr 12von12 gibt es übrigens bei Draußen nur Kännchen

Sonntag, 10. Januar 2016

Lieblingstweets Dezember

Krankheitsbedingt bin ich mit den Dezembertweets echt spät dran, aber sie sind zu gut, um sie euch vorzuenthalten!
Heute u.a. mit Nikoläusen, Keksen und wiederbelebten Weihnachtsgänsen im warmen Dezember 2015. Viel Spaß!

































Donnerstag, 31. Dezember 2015

Best-Of Dezember

Ein grüner Dezember mit einem frühen Weihnachtsbaum (01.12., aber dafür ist er seit gestern auch schon wieder weg), giftgrünen Plätzchen, einem Baby-Nikolaus, ersten Schritten, einer Goldmedaille, einem 1. Geburtstag, Schnee und #skyporn. Viel Spaß mit unserem Insta-Dezember und den Zitaten der Großen!





















Zitate-Best-Of Dezember
Fiona ist 6 Jahre und 2 Monate alt.


 "Warum magst du denn diese kleinen gelben Batterien eigentlich?!"
- "Mika hat mir gezeigt, was es mit Minions auf sich hat 
und dann bin ich auch Fan geworden." 

"Oah, Mama, heute ist nur eine Schokofigur im Kalender..."
- "Weißt du, als ich klein war, gab es nur Kalender, 
bei denen man jeden Tag ein kleines Stückchen Schokolade drin hatte!"
"Na gut, dass ich zu dieser Zeit nicht gelebt habe!"

"Es gibt auch unechte Weihnachtsbäume."
F: "Aber wir kaufen keine Plastiktanne! 
Sonst denkt der Weihnachtsmann, wir haben nicht alle Eier im Kopf!" 

"Mama, heute ist Spielzeugtag! 
Ich liebe es, dafür Spielzeug auszusuchen, denn ich habe so wenig."
Ich: "So WENIG?! Du hast doch total viel!"
F: "Ach was, das kommt dir nur so vor!"

Sie trägt meine Arbeitstasche aus dem Auto ins Haus und sagt:
"Na, Mama, ist es nicht auch mal schön, die schwere Tasche nicht an der Backe zu haben?"

"Heute haben wir in der Schule einen Wunschzettel geschrieben."
- "Und, was steht auf deinem drauf?"
"Ich habe mir das Starwars Sammelheft bestellt."

"Die XY aus meiner Klasse erzählt immer das Gleiche. 
Ich glaube, die hat den Verstand verloren."

Ich stehe im Bad mit Mascara.
Fiona: "Warum schmückst du dich? Du bist doch schon schön!"

Sie sieht bei meiner Mama einen Hornhautentferner und fragt:
"Sasa, gehst du dir jetzt die Füße rasieren?"

"Gibst du das bitte deiner Schwester?"
- "Nein, das geht nicht. Sonst schreit die wieder wie wild um sich!"

Wir zählen beim Toilettengang die Sekunden. Wer länger kann, hat gewonnen.
Öffentliches Klo mit Fiona. Plötzlich ruft es laut aus der Kabine neben mir: 
"Ich habe gewonnen, Mama! Kacke zählt Hundert!"

Silvester für Kinder [Last-Minute-Idee]

Meistens läuft der Silvesterabend ja so ab:
die Erwachsenen versammeln sich um den Raclettegrill und essen für die nächsten Stunden so vor sich hin. Zwischendurch wird ein Mal Dinner for One geguckt, gestückelt natürlich, weil man auf jedem Sender erst einschaltet, wenn James schon stolpert.
Dann spielen die Erwachsenen Erwachsenenspiele und irgendwann geht man raus und knallt.
Und damit Fionas Silvesterabend, bis es tatsächlich Zeit für Feuerwerk ist, nicht langweilig vor dem Fernseher oder dem Tablet abläuft, während wir o.g. Dinge tun, habe ich auf der Suche nach Inspiration bei Pinterest eine tolle Idee gefunden. Fiona ist jetzt schon ganz hibbelig und kann kaum abwarten, bis die Party endlich losgeht. Ich bin mir sicher, die Überraschung wird ihr das Warten auf Mitternacht versüßen!

Das braucht man:

* Frühstückstüten
* Krimskram für die Tüten
* Uhren ausgedruckt (Freebie z.B. von hier)

Zu jeder vollen Stunde (bei uns ab 19 Uhr) darf sie die dazugehörige Überraschungstüte öffnen. Darin sind fast jedes Mal ein paar Wunderkerzen und ansonsten kleine Spiele, mit denen sie sich selber beschäftigen kann. Ganz begeistert bin ich von dem kleinen "Malen nach Zahlen" mit den Delfinen, aber auch mit den Seifenblasen, dem Leuchtball und der Knete wird sie ihren Spaß haben. Besonders cool ist auch das Set, um sich ein "Silvesterperlenarmband" selber zu machen. Und ein paar Knallfrösche, Goldbienchen und Knicklichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Die Mitternachtstüte leuchtete schon gestern Abend fröhlich vor sich hin...zumindest 2 von 10 Stäben. Shit happens]





 




Findet ihr die Idee auch so cool wie ich??
Einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2016 wünschen wir euch!

Montag, 21. Dezember 2015

Top 5 der witzigsten Weihnachtsspiele

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, ich habe im Dezember fremdgebloggt bei zwei meiner liebsten Bloggerkolleginnen: bei Mama on the rocks über das Jahr 2016 und bei Nieselpriem über den ganz normalen Weihnachtsmarktwahnsinn. Heute folgt die dritte im Bunde, nämlich Tafjora, die mir im Rahmen ihrer "Bloggers Weihnacht" ein paar Fragen gestellt hat. Traditionell öffnet sich bei ihrem Adventskalender auch auf dem jeweiligen Blog ein Türchen, hier ist meines:

Ihr kennt das bestimmt auch: 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag, man sitzt mit den Lieben zusammen, ist voll bis unter's Dach mit Ente, Rotkohl und Klößen und ... bleibt sitzen und wartet auf das nächste Essen. Um das Ganze ein bisschen aufzulockern, habe ich ein paar weihnachtliche Spielideen für euch, und dabei haben nicht nur die Kinder Spaß!


1. Familienpantomime

Das brauchst du:
* kleine Zettel
* Stifte

Erinnert euch an lustige Begebenheiten in der Familie und schreibt sie verdeckt auf kleine Zettel, z.B., wie Oma vor einigen Jahren mal die Weihnachtsgans im Ofen vergessen hat oder dem Weihnachtsmann der Bart abgerissen ist. Die Ideen müssen auch nicht zwingend mit Weihnachten zu tun haben, bestimmt gab es über's Jahr verteilt viele lustige Szenen, an die ihr euch erinnert. Wer dran ist, zieht einen Zettel, holt sich ggf. einen Mitspieler dazu und führt die Szene pantomimisch vor. Ein Heidenspaß, wetten?
Ihr könnt natürlich auch ganz normale Weihnachtspantomime spielen, hier ein paar Anregungen:

* Plätzchen backen
* einen Weihnachtsbaum fällen
* Geschenke einpacken
* Schneeballschlacht
* mit der Zunge eine Schneeflocke fangen (Unbedingt Fotos machen!)
* eine Schneeengel machen
* einen Schneemann bauen
* Weihnachtsbaum schmücken

Fiona, Weihnachten 2011

2. Pappteller-Partyspiel

Das brauchst du:
* Pappteller
* für jeden einen Stift

Ein wahnsinig witziges Spiel, von dem deine Familie noch lange sprechen wird! Wir haben es in abgewandelter Form auf der Einschulungsparty gespielt und es war ein voller Erfolg. Und so geht's:
Sag den Gästen, sie sollen einen Pappteller auf ihren Kopf legen und den Stift in die Hand nehmen. Nun wird (blind) gemalt:

1. Zeichne eine Linie für den Fußboden
2. Zeichne einen Weihnachtsbaum mit Kugeln
3. Zeichne einen Stern auf die Spitze deines Baumes
4. Zeichne einen Kamin mit Feuer neben deinen Baum
5. Hänge einen Strumpf an den Kamin
6. Zeichne ein Geschenk unter den Baum

Jetzt darf sich jeder seinen Teller angucken (es wird Staunen und Gelächter geben) und dann werden Punkte vergeben und zusammengezählt.

2 Punkte, wenn der Baum den Boden berührt
2 Punkte, wenn der Strumpf den Kamin berührt
1 Punkt, wenn der Stern den Baum berührt
1 Punkt, wenn der Stern ÜBER dem Baum ist
1 Punkt für jede Weihnachtskugel, die sich am Baum befindet
1 Punkt, wenn der Kamin NICHT an den Baum rankommt (Brandgefahr!)
2 Punkte, wenn das Geschenk tatsächlich unter dem Baum liegt


 Wer die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen!


3. Der gemalte Satz

Das brauchst du:
* Papier
*Stifte

Der erste Mitspieler schreibt oben auf das Blatt einen Satz. Das kann alles mögliche sein, z.B. "Der Weihnachtsmann ist mit seinem Rentier Rudolph unterwegs." Jetzt gibt er das Blatt an seinen rechten Nachbarn weiter. Der liest den Satz, faltet das Blatt so, dass die Schrift nicht mehr zu sehen ist, und zeichnet nun diesen Satz (in meinem Beispiel: Weihnachtsmann läuft mit Rentier an der Leine und leuchtender Nase). Der nächste Spieler faltet nun wieder die Zeichnung um und beschreibt sie mit einem Satz (Beispiel, je nach Zeichenkünsten natürlich: Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren, dessen Nase blinkt) 
Das geht immer so weiter bis das Blatt voll ist. Zum Schluss wird der Ausgangssatz mit dem verglichen, was am Ende rausgekommen ist. Stille Post mal anders! Hier haben besonders Kinder großen Spaß (ggf. müsst ihr helfen und den Satz vorlesen bei den Kleineren).



4. Weihnachtsliedergeschichte

Das brauchst du:
* nichts

Dieses Spiel macht am meisten Spaß in einer großen Gruppe, ist aber auch in kleinem Kreis spielbar! 
Ich lese solche Geschichten auf unseren Konzerten vor und lasse das gesamte Publikum, in 4 Gruppen eingeteilt, mitmachen. Die sind dann immer so begeistert, dass sie die Geschichte gerne selber haben möchten. Hier sind die Spielregeln:

Gruppe 1 singt: Stille Nacht, heilige Nacht
Gruppe 2 singt: Leise rieselt der Schnee
Gruppe 3 singt: In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)
Gruppe 4 singt: Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum
Gruppe 5 singt: Kling Glöckchen klingelingeling

Die Mitspieler werden in 4 ungefähr gleich große Gruppen eingeteilt. Nun wird eine Geschichte vorgelesen, bei der der Spielleiter mitten beim Lesen eine bestimmte Anzahl Finger hochzeigt. Nun müssen die Gruppen reagieren und ihren Part beisteuern. Wird z.B. der Daumen hochgezeigt, singt Gruppe 1 "Stille Nacht, heilige Nacht" (nicht weiter singen, nur den Anfang). Zeigt der Spielleiter 3 Finger, singt Gruppe 3 "In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)". Werden 5 Finger gezeigt, singen alle gemeinsam: "Kling Glöckchen, klingelingeling". Nachdem jede Gruppe ein Mal geübt hat, geht es richtig los. Viel Spaß mit dem "Ganz normalen Berliner Weihnachtswahnsinn"!

Im schönen Prenzlauer Berg lebten die hübsche Mary-Chayenne und ihr Freund Joe-Maddox gemeinsam in einer angesagten Studenten-WG. Anfang Dezember erstrahlten die Häuser in einem nie dagewesenen Lichterglanz. Die Menschen stellten sich Rentiere aus bunten LEDs auf den Balkon, hingen sich kletternde Weihnachtsmänner an die Fassaden und überall lag der Geruch von Dinkelkeksen mit Zimt und Anis-Reiswaffeln in der Luft.
In einer [2] lagen Mary und Joe nebeneinander im Bett und tippten auf ihren Handys. Plötzlich sprang Joe auf und rief: [1] steht bei Wetter.com  für morgen! Es wurde also langsam Zeit, einen [4] zu kaufen und zu schmücken, bemerkte Mary. Hoch motiviert öffneten sie am nächsten Morgen das Fenster und tatsächlich: [1] und es hörte gar nicht mehr auf! Im Laufe des Tages verließ Mary und Joe die Lust, einen [4] in der Stadt zu kaufen und sie bestellten ihn stattdessen beim Onlineversand ihres Vertrauens. Amazon Prime sei Dank: schon am nächsten Tag stand der Postbote vor ihrem Haus: [5] hörten sie an der Tür und was brachte er? Natürlich ihren: [4]. Auch die Geschenke bestellten sie ausschließlich übers Internet und so kam es, dass sie ein Geräusch fast täglich an der Tür hörten: [5]. Sie bestellten die neusten iPhones, iPads, iPods und zwei Eidechsen für das Terrarium. Außerdem rief Mary heimlich [3] an und orderte die ayurvedischen Chai-Kekse, von denen Joe immer dachte, Mary hätte sie gebacken. Selber machen war aber nicht so ihr Ding, denn die Rezepte auf Chefkoch.de kamen teilweise mit abenteuerlichen Zutaten daher.  Kardamom und Koriander klangen für Mary eher wie das Zwillingspärchen aus der Nachbarschaft.
[5] – ach, der Postbote wieder? Und was brachte er heute? Mary hatte sie ganz vergessen: die  Kekse für ihren Liebsten, die extra [3] hergestellt und liebevoll verpackt worden waren!  Jetzt wurde es auch langsam Zeit, denn schon eine [2] später war es dann endlich soweit: das Fest der Liebe stand vor der Tür. Mary und Joe saßen bei veganen Plätzchen und einem koffeinfreien Latte Macchiato mit Sojamilch unter ihrem geschmückten [4] und freuten sich über den Blick aus dem Fenster, denn [1]. Später brach sie langsam über die WG herein, die [2], und das Einzige, was man hören konnte, kam dieses Mal ausnahmsweise nicht vom Postboten: [5].  
Frohe Weihnachten! 



5. Weihnachtsliederquiz

Das brauchst du:
* nichts

Wer von deiner Familie ist der Weihnachtsliederexperte? Das gilt es bei diesem Spiel herauszufinden! Der Spielleiter sagt einen deutschen Satz und alle müssen raten, auf welches bekannte Weihnachtslied diese Beschreibung passen könnte. Um es ein bisschen spannender zu gestalten, kann man die Familie in 2 Gruppen einteilen und gegeneinander spielen lassen. Welches Team zuerst richtig antwortet, bekommt einen Punkt!

1. Ein Tier ohne Freunde mit einer besonderen Aufgabe und einem farbigen Körperteil
2. Alles voller Mehl, das Ei auf dem Fußboden, die Kekse verbrannt
3. Kristallines H2O fällt lautlos auf stehende Gewässer
4. Eine jahreszeitenunabhängige Grünpflanze 
5. La celebration en Mexico y Espana
6. Jedes Jahr auf's Neue der gute Vorsatz, das Herz nicht zu schnell zu verschenken
7. Ein Minderjähriger mit Rhythmusinstrument
8. Englische Grußworte mit Sprung in der Platte
9. Der Jüngling mit der blonden Mähne möge ruhig nächtigen
10. Der englische Traum vom jahreszeitentypischen Niederschlag
11. Gut gelaunter, beglückter Jahresausklang
12. Schwingende, hohle Metallkörper, kohlehydrathaltig anzuhören
13. Israelische Kindertagesstätte unter freiem Himmel
14. Am nächsten Werktag erscheint ein dicker Mann mit Sack
15. Teile des Alphabets und ein Vertreter der Gattung felidae mit Fußbedeckung
16. Alter Mann mit Bart und weißem Pferd klopft an
17. Eine Schlittenfahrt, begleitet von hellklingenden Orff-Instrumenten
18. Kühe, Schafe, Trompete, Pferd und Trommel bringt der Weihnachtsmann
19. Für Schwache, Starke, Reiche, Arme, Schwarze und Weiße: Fröhliche Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr
20. Grußworte zum Jahresende und olfaktorische Genüsse im ganzen Haus

Lösungen:
1. Rudolph the rednosed reindeer
2. In der Weihnachtsbäckerei
3. Leise rieselt der Schnee
4. Oh Tannenbaum
5. Feliz Navidad
6. Last Christmas
7. Der kleine Trommler
8. We wish you a merry christmas
9. Stille Nacht
10. White Christmas
11. O du fröhliche
12. Süßer die Glocken nie klingen
13. Ihr Kinderlein kommet
14. Morgen kommt der Weihnachtsmann
15. ABC, die Katze lief im Schnee
16. Bald nun ist Weihnachtszeit
17. Jingle Bells
18. Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä
19. Happy X-Mas
20. Fröhliche Weihnacht überall



P.S. Buy 5, get one free: 
Wer es gerne albern mag oder aber mit Kindern Weihnachten feiert (dann hat man keine Wahl!), hier noch ein kleines Extra Partyspiel für die Tonnen an Weihnachtsplätzchen, die ihr gebacken habt. 
Ihr habt 1 Minute Zeit und müsst es schaffen, einen Keks von eurer Stirn in euren Mund zu befördern OHNE die Hände zu benutzen. Ihr werdet Muskelkater haben vom Lachen, versprochen!