Donnerstag, 26. März 2015

7 Oster-DIYs

Hooray, mein 300. Blogpost!
Bei dem dürft ihr mitmachen und mir hinterher gern Ergebnisse zeigen, ich bin gespannt!

Das Großkind und ich haben schon vor einiger Zeit mit Ostern angefangen. Ein paar unserer Bastel- bzw. Verschönerungsaktionen möchten wir euch hier zeigen. Ideen stammen von Pinterest, was für eine Fundgrube für DIYs jeder Art! Ich hab euch meine "easter crafts"-Pinnwand verlinkt, geht ruhig mal schauen für weitere Inspirationen! Da gibt es noch so viele schöne Projekte, die wir wohl erst im nächsten Jahr schaffen werden. Materialien mussten wir keine extra besorgen, ist alles mit Zubehör aus meinem großen Bastelfundus entstanden. Hier kommen also unsere Top-7 der Oster DIYs, bei denen Kinder entweder viel helfen oder auch schon ganz alleine mitbasteln können.


1. Bunte Deko-Eier aus Papier

Wer sich noch ein bisschen um's "Blasen" drücken möchte, kann ja erstmal die süßen Papier-Eier an den Osterstrauch hängen.
Das braucht ihr dafür: 
bunt-gemustertes Papier, eine Schere, ein Stück Schnur und eine Nähmaschine (wahlweise Tacker).
Und so geht's:
Ihr legt ein paar Blätter übereinander, schneidet eine Eierform aus (unsere sind frei Schnauze, aber wer will, findet auch Eier-Schablonen im Netz) und näht einmal mittig von unten nach oben mit der Nähmaschine über die ausgeschnittenen Eier (Stück Faden dran lassen zum Aufhängen! Oder ihr tackert sie mittig zusammen und befestigt den Faden nachträglich). Danach könnt ihr sie "auseinanderfalten" und an den Forsythien-Strauch hängen.
Hier links im Bild nach dem Abschneiden vom Strauch, rechts hübsch gelb nach 2 Tagen.


2. Flauschige 3D-Osterkarten

Mein Kind ist verrückt nach Pompons. "Die brummen so schön, wenn man sie zusammendrückt" sagte sie kürzlich und begründete so ihre Sammelleidenschaft und den Umzug der bunten Bälle aus meinem in ihren Schrank. Probiert das mal aus, die "brummen" tatsächlich! Faszinierend. Ich wusste immer nie so recht, wozu Pompons eigentlich gut sind. Hier ist eine Verwendungsmöglichkeit.
Das braucht ihr dafür: 
Faltkarten oder auch einfach ein Stück dickes Papier/Fotokarton, Stifte, gelbe Pompons in 2 Größen, Klebepunkte (oder Heißklebepistole) und wer möchte noch buntes Masking Tape (für den Osterkorb und die Eier)
Und so geht's:
Ihr klebt die beiden Pompons auf die Osterkarte, zeichnet Schnabel und Füße mit Orange an und mit einem schwarzen Stift drückt ihr einen Punkt als Auge in den kleineren Pompon. Wer möchte klebt noch ein zweites Küken dazu oder gestaltet wie wir einen Osterkorb mit Masking-Tape. Dann das Kind noch mit wackligen Vorschulbuchstaben "Frohe Ostern" schreiben lassen und fertig sind die kuscheligen 3D-Karten. Anstelle des Kükens könnte ich mir auch ein Häschen (von hinten) gut vorstellen: 2 braune Pompons aufkleben, Ohren auf die Karte malen und einen Mini-Pompon als Schwänzchen ankleben.


3. Osterkarten mit Händen & Füßen

Wer mich kennt, wird das schon bemerkt haben: ich stehe auf Hand- und Fußabdrücke und besonders darauf, was man mit denen alles anstellen kann. Bei uns gab es schon Elefantenhände, Eulenfüße, Schneemannfinger, u.v.m. Saisonal passend sind es diesmal Hasenhände (großes F) und Möhrenfüßchen (kleines F) geworden. Sind die nicht niedlich?
Das braucht ihr dafür:
eines oder mehrere Kind/er, Faltkarten, weißes Papier, Schere, Kleber, Fingerfarben, Pinsel, Stift, für die Mohrrübe dünne Streifen grünes Tonpapier.
Und so geht's:
Für die Möhre: einen orangefarbenen Fußabdruck (für den von Fiona hätten wir wohl ein A4-Blatt nehmen müssen, 5 Jahre und Größe 30...) aufs Papier bringen, trocknen lassen und ausschneiden. Tonpapierstreifen ankleben, fertig.
Für das Häschen: die Hand des Kindes bis auf den Daumen mit Farbe anmalen - vielleicht ist hellbraun oder grau besser zu sehen als weiß. Beim Abdruck den Mr.Spock-Gruß üben (Zeige- und Mittelfinger zusammen, Lücke, Ring- und kleinen Finger zusammen). Man kann aber auch einfach ein bisschen nachhelfen und die Finger auseinander drücken beim Abdruck. Wir haben anschließend die Seitenfläche des kleinen Fingers rosa angemalt und das "Innenohr" aufgedruckt. Dann trocknen lassen, ausschneiden, Gesicht aufmalen, ankleben, fertig!

"This is to remind you,
when I grow so tall,
that once I was quite little,
and my hands were very small."



4. Bunte Schmetterlinge

Die sind auch schon für kleine Hände super geeignet, wenn man die Falttechnik ein Mal verstanden hat. Aber Achtung: euer Kind wird in die Schmetterlingsmassenproduktion einsteigen. Die sind wunderbar schnell gemacht und so niedlich!
Das braucht ihr dafür:
quadratisches Origami-Faltpapier in verschiedenen Farben (Blätter eines Notizblockes tun es auch, oder einfach aus Tonpapier Quadrate ausschneiden!), kleine Stücke Pfeifenreiniger, ein Stück Schnur
Und so geht's:
Pro Schmetterling benötigt ihr 2 Faltblätter. Als Erstes legt ihr das Blatt so vor euch hin, dass die Spitzen nach oben und unten zeigen. Dann faltet ihr die untere Spitze auf die obere, so dass ein Dreieck entsteht und klappt es wieder auf. Ausgehend von der entstandenen Faltkante wird das erste Dreieck nun schmal immer hin und her gefaltet, damit ihr einen Ziehharmonika-Effekt erhaltet. Mit der anderen Dreiecksseite genauso verfahren. Das zweite Blatt wird nach der gleichen Anleitung gefaltet. Anschließend legt ihr die "Zieharmonika-Blätter" untereinander vor euch hin, drückt sie mit Daumen und Zeigefinger mittig zusammen und legt das Stück Pfeifenreiniger um die Mitte. Den Pfeifenreiniger zwei bis drei Mal verdrehen und die Enden als Fühler formen. Die zusammengedrückten Flügel mit den Händen ein bisschen auseinander ziehen und fertig ist der kleine Schmetterling. Wir finden, sie sehen besonders schön aus, wenn man 2 Nuancen einer Farbe miteinander verbindet, also hellgrün-dunkelgrün, hellblau-dunkelblau z.B. 
Wenn der Schmetterling fliegen soll, einfach einen Faden am Pfeifenreiniger festbinden und aufhängen. Jetzt kann der Frühling kommen!
 
 
 5. Salzbilder

Den klassischen Salzteig kennt man ja. Von Salzbildern hatte ich vorher allerdings noch nie gehört.
Wenn es euch ähnlich geht, kläre ich gerne auf!
Salzbilder sind eine tolle Sache für kleine Forscherkinder, die Spaß am Experimentieren haben. Der Schweinerei-Faktor hält sich in Grenzen und man kann viel dabei lernen!
Das braucht ihr dafür: 
Papier, Pipette (Pinsel ginge notfalls auch), Salz, Flüssigkleber, Tuschkasten, Wasser
Und so geht's:
Wir haben unser Blatt Papier in eine leere Tollabox-Schachtel gelegt, damit das Salz nachher nicht überall verteilt ist. Wenn man vorsichtig ist, geht es aber auch ohne!
Mit flüssigem Bastelkleber hat Fiona ein großes Osterei auf das Blatt "gemalt" und anschließend das Salz über dem Kleber verteilt, bis er komplett bedeckt war. Überschüssiges Salz auskippen und fürs nächste Bild aufheben! Danach hat sie die Farben aus dem Tuschkasten mit Wasser verdünnt, mit der Pipette aufgesaugt und auf eine Stelle des Salzbildes getropft. Die Farbe "klettert" am Salz entlang und verteilt sich von ganz allein. Ein bisschen Zauberei! Für die Kreise im Inneren des Eies reichte ein Klecks Farbe und schon hat sich der Kreis geschlossen. Meine Tochter war so begeistert davon, dass sie ausdauernd ein Bild nach dem anderen produziert hat; wir haben jetzt eine ganze Salzgalerie! Bilder am besten im Flur oder auf dem Balkon trocknen lassen, manche Klebersorten riechen doch recht penetrant. Und falls zu viel Farbe auf dem Bild gelandet ist - einfach mit einem Stück Küchenpapier aufsaugen. Geht super! Die Salzbilder waren ein großer Spaß für die ganze Familie, ich selbst war auch völlig fasziniert! Müsst ihr unbedingt ausprobieren!


6. Hübsche Eier ohne Färben

Nicht jeder mag ja das Gemansche mit Eierfarben, Essig und Handschuhen. Wer ein paar Pompons und Pfeifenreiniger im Schrank hat, kann im Handumdrehen süße Eierdeko zaubern und das ganz ohne Färberei!
Das braucht ihr dafür:
gekochte Eier, wasserfesten Stift, Klebepunkt, Pfeifenreiniger und kleine Pompons in verschiedenen Farben
Und so geht's:
Das Ei mit der dicken Rundung mittig auf den Pfeifenreiniger "setzen", oben am schmaleren Ende den Pfeifenreiniger eng am Ei mehrmals verdrehen, aus den überstehenden Enden zwei Ohren formen und vorsichtig unter die Verdrehung schieben. Kann man auch mit Heißkleber oder Klebepunkten befestigen, muss aber nicht! Einen Klebepunkt oder ein Stück doppelseitiges Klebeband braucht ihr dann aber für das Pompon-Schwänzchen. Nun den Häschen mit Edding o.ä. noch Gesichter aufmalen und fertig ist die Eierdeko ohne Färben.


7. Hipster-Eier

Eigentlich sind sie ja fast zu schade zum Essen, diese Charakter-Eier. Ihr wollt wissen, wie ihr ganz normale bunte Eier mit wenigen Handgriffen in kleine Persönlichkeiten verwandeln könnt?
Das braucht ihr dafür:
gekochte und am besten schon gefärbte Eier, selbstklebende Vinylfolie in schwarz, einen Schneideplotter, kostenlose Bart- und Brillenvorlage von hier (wer keinen Plotter hat: auf ganz normalem Papier ausgedruckt und mit Klebestift angeklebt geht genauso!)
Und so geht's:
Eier kochen und färben.
Bart-Freebie entweder im Silhouette-Programm öffnen, auf die passende Größe ziehen und auf Vinyl plotten ODER Datei ausdrucken und gewünschte Bärte/Brillen/Hüte ausschneiden.
Wir haben geplottet und konnten die Bartsticker so einfach abziehen und auf die Eier kleben, fertig.
Fiona hatte riesigen Spaß mit kleinen Rollenspielen während des Klebens und hat extra ihre "tiefe" Stimme rausgekramt. Wir haben viel gelacht und hatten die wohl stylischsten Osterhipster,die man sich vorstellen kann!


Welche Osteridee gefällt euch am Besten?
Wie wollt oder habt ihr in diesem Jahr eure Eier gestaltet? Ich bin gespannt!

Freitag, 20. März 2015

3 Monate kleines F

Hallo mein Schatz,

heute wirst du 3 Monate alt. DREI! Es ist so unwirklich, wenn ich jetzt mein Schwangerschaftstagebuch durchblättere. Da kannte ich dich noch nicht. Nur von schemenhaften schwarz-weiß-oder-sepia-Bildern, die nicht mal im Ansatz abbilden konnten, wie schön du tatsächlich bist.
12 Wochen bist du nun schon bei uns. Mittlerweile kann ich mir das Leben ohne dich gar nicht mehr vorstellen. Es ist, als wäre es schon immer so gewesen und als könnte es auch gar nicht anders sein. Du bist ein Teil unserer Familie, das Puzzleteil, das gefehlt hat, ohne dass wir wussten, dass überhaupt eines fehlt...
Immer dienstags gehen wir seit 3 Wochen zur Rückbildungsgymnastik in die Hebammenpraxis. Du guckst erst seelenruhig zu, wie Mama den "Zappelkäfer" und "die nasse Katze" gibt und wenn du dann die Faxen dicke hast, äußerst du deine Absichten lautstark und unverkennbar.
Langsam kann ich schon fast ein "Vokabelheft" anlegen: "Meng!" (vom Sound her wie ein Motorrad beim Gasgeben) ist akuter Hunger, der nur noch durch "EYYA!!!" gesteigert werden kann. Bei Eyya brennt aber schon die Hölle, meistens lassen wir es gar nicht erst so weit kommen. Nörgelnde Hungervorstufe ist "Ngi", oft mit langgezogenem, tonal abfallendem iiii. Steht deiner sich schon artikulieren könnenden großen Schwester im Quengeltonfall übrigens in nichts nach! Du lernst schnell.
Wenn du zufrieden vor dich hin brabbelst, hört man "ach", "ogrrr" und "errö" aus der Wiege. Wenn du mich "rufst", also dein Erzählen aus dem Bettchen zu einem klagenden "hyyääää" oder "naijaaaai" umschwingt, komme ich und sage: "Sie haben geläutet?". Dann lachst du mit dem schönsten zahnlosen Lächeln, das die Welt je gesehen hat. Gurgeln kannst du auch schon! Ist als Effekt beim Rufen besonders beeindruckend und verleiht dem Gesagten speziellen Nachdruck: "rrrrrrrrrrrraaaai!!".

Vom "dicken Mütterchen", wie ich in den letzten Wochen der Schwangerschaft von meiner eigenen Mutter liebevoll genannt wurde, bin ich inzwischen zu der "Frau mit den Brüsten" geworden. Wenn du die siehst, strahlst du nämlich (Naja, oder "Meng!", je nach dem...).

"Kleines F" mit O-Ball
So langsam scheinst du zu ahnen, wozu die komischen Dinger am Ende deiner Arme zu gebrauchen sind. Deine Bewegungen sind schon viel koordinierter als am Anfang, obwohl es, wenn du sehr konzentriert bist, manchmal noch so hölzern aussieht, als ob jemand gerade lernen würde, eine Marionette zu bedienen. Insgesamt bist du sehr aktiv mit Händen und Füßen, mehr als es deine Schwester gewesen ist. Wenn du unter deinem Spielbogen liegst, arbeitest du so intensiv mit Glocke und O-Ball, als würde etwas sehr Wichtiges davon abhängen. Und dann kommt immer die Frau mit den Brüsten und sagt: "Fein! Hast du geklingelt, mein Schatz?". Sie scheint ein bisschen schwer von Begriff. Das wird in den kommenden Monaten wohl noch öfter vorkommen (Hast du gerade MAMA gesagt?...Ja, Mensch, hör doch hin!)

Von Schlafen hältst du nicht so viel, wird völlig überbewertet. Solange es hell ist, wird geguckt und erzählt. Über dir am Wickeltisch hängt das kleine IKEA-Mobile mit Schaf, Gans und Katze, die auf dich runter schauen. Denen erzählst du morgens immer erstmal ausführlich von deiner Nacht, während Mama sich untenrum zu schaffen macht, Füße knutscht, Tiergeräusche nachahmt und Pups-Küsse auf den Bauchi drückt. Mütter sind sooo albern, ey.
Die berühmte Frage nach dem Durchschlafen wurde mir in der Kita erstmalig gestellt, als du 2 Wochen (!) alt warst. Haha. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben (oh, wie passend!), aber seit ein paar Tagen schläfst du nachts auch mal 5-6 Stunden am Stück und ich fühle mich dann wie neugeboren. Die Augenringe werden langsam kleiner und so nach und nach komme ich auch wieder mit den Wochentagen hinterher. Das Bewusstsein dafür war bis vor einer Weile noch völlig abgeschaltet. Wenn das Großkind zu Hause war und Sendung mit der Maus guckte, musste es wohl Sonntag sein...

Deinen Schneeanzug konnten wir inzwischen schon beiseite legen und die fellige Ohrenmütze auch - zu klein! Hallo, Größe 62! Apropos - Mütze aufsetzen sucks! Obwohl du gerne rausgehst und dir gut eingepackt die kühle Märzluft um die winzige Nase wehen lässt, findest du Mützen ziemlich daneben, scheint mir. Die, die du jetzt aufhast, hat uns meine Mama zur Babyparty letzten Sommer geschenkt: weiß mit Schleifchen. Unwissend, dass das Schleifchen auf die Seite gehört, setzte ich es dir mittig auf. Das hat dir den Spitznamen "der kleine Koch" verschafft. In Unterhaltungen beispielsweise: 
"Na, was geht?" - "Alles gut. Der kleine Koch hat die Augen zu."

Eine wichtige Grundvoraussetzung für das Zusammenleben mit einer großen Schwester hast du auch schon gelernt. Verhaltensregel Nummer 1, um Geschwisterkrieg anzuzetteln:
Zunge rausstrecken!

Baden findest du in 4 von 5 Fällen übrigens absolut daneben. Trotz lachendem Smiley auf dem Thermometer ist dir die Wanne irgendwie suspekt. Während ich anfange zu schwitzen beim Absolvieren des Schnellwaschganges, meckerst du in einer Tour und vermeldest lautstark dein Missfallen. Frage mich manchmal, ob die gut 9 Monate Bauch für dich eigentlich angenehm gewesen sind oder ob du auch da schon gedacht hast, wann sie das Wasser endlich ablassen...

Den Daumen hast du bisher noch nicht entdeckt, steckst dafür lieber die ganze Hand in den Mund und wunderst dich dann, dass "errö" irgendwie komisch klingt. Du sabberst so viel, dass ich mich ernsthaft frage, ob da schon Zähnchen einschießen und die "Felge" juckt. Hope not! Ein bisschen wollte die "Frau mit den Brüsten" selbige gerne noch zur Nahrungsaufnahme für dich benutzen.

Du siehst deiner großen Schwester unglaublich ähnlich, nicht nur auf den Babyfotos, sondern auch jetzt wurde ich schon mehrfach darauf angesprochen.
Ihr beiden seid das Beste, was mir je passieren konnte. Schön, dass es euch gibt!

"After all, a child is the only one who knows 
what your heart sounds like from the inside."
(Verfasser unbekannt) 

Freitag, 13. März 2015

Mein erstes Mal: 12 von 12

Gesehen habe ich es auf anderen Blogs schon öfter: am Monatszwölften 12 Bilder zeigen von Dingen, die man am Tag gemacht hat und bei Draußen nur Kännchen verlinken. Dumm nur, dass mir grundsätzlich erst am Monatsdreizehnten einfällt, dass der zwölfte war... Gestern habe ich es dank Erinnerung von Berlinmittemom Anna Luz tatsächlich mal geschafft und bei instagram unseren Tag gepostet. Hier sind sie, unsere 12 von 12 im März.

Eigentlich fing der Tag nachts um 3 mit Stillen an, aber da war's zu dunkel, deswegen der morgendliche Kaffee als [1] aus #12von12. Vorher bitte nicht ansprechen...


Dem großen Mädchen die Haare geflochten für's Kita-Schwimmen, 
[2] aus #12von12.
 
  

Baby aus dem Bett holen und vom süßesten zahnlosen Lächeln der Weltbegrüßt werden, 
[3] aus #12von12
  

Das neue Stück für die Ensembleprobe abends vorbereiten
[4] aus #12von12
 
  

Ausnahmsweise mal Essen fotografiert für [5] aus #12von12
#machichsonstnicht
 
  

Ein kunterbuntes Kind von der Kita abgeholt, auf dem Bild:
eine Halloweenparty mit Hexen, Gespenstern, Spinnen und Fledermäusen
[6] aus #12von12
 
  

Gut, dass es die nur 1x im Jahr gibt (schmecken mir nur in Eier-Form)
[7] aus #12von12
 
  

#chillmalmama #stillen #brigitteMOM
[8] aus #12von12
 
  

Vorhin noch Schnittmuster ausgedruckt und 
zusammengeklebt für ein Mama-Raglanshirt
[9] aus #12von12


Berliner Sonnenuntergang
[10] aus #12von12
 

Glücklich von der ersten Ensembleprobe seit 
3-monatiger Babypause nach Hause gekommen
[11] aus #12von12


Großes Kind im Bett, gute Nacht...
[12] aus #12von12


 Und jetzt geh ich hier gucken, was einige der anderen (260!!!) so am 12. gemacht haben.
Kommt ihr mit?

Dienstag, 10. März 2015

Darf ich vorstellen? Raglan.KIDS {eBook}

Als ich vor ein paar Wochen tatsächlich "hexhex" im Probenäher-Blogpost für das neueste eBook von Yvonne alias Leni Pepunkt las (bei ganzen 523 Bewerbungen!), musste ich erstmal den Link anclicken, um zu sehen, ob der auch wirklich zu meinem Blog führt und ich also auch wirklich gemeint war. Und tatsächlich: ICH, Vivi, Probenäherin für eine der Größten im Bereich der Näh-Ebooks!! Yeah, wie cool ist das denn?!

Nach meiner oh-gott-ich-glaubs-nicht-vielen-Dank-wann-gehts-los-Mail folgte von Yvonne sofort die Einladung zu der geheimen Probenähgruppe, in der wir den vorläufigen Schnitt und die Anleitung für den Kinderpullover Raglan.KIDS fanden und gleich anfingen zu nähen. Als Erstes schwebte mir ein Geschwisterpartnerlook vor mit dem süßen Schleifen-Bären-Stoff. Fiona bekam als Specials den Snood-Kragen und Taschen. Weil ich aber nichts überflüssiger finde, als Taschen an Babyshirts (was tun die da rein? Nuckel?), gab es für Felicia ein extra Schleifchen mit rotem Punkteknopf als Hingucker.


Ich habe, wie es die Zeit mit Baby eben zuließ, gedruckt, geschnippelt, gemessen, gelesen, korrigiert, probiert, genäht, geändert, ...
Man stellt es sich ja vorher ganz einfach vor: man bekommt ein eBook + Schnittmuster ohne dafür zu bezahlen, näht ein Teil, schickt ein Foto davon und gut ist. Ganz so einfach ist es allerdings nicht...
Es war viiiel mehr Aufwand, als ich vorher gedacht hätte, aber es hat auch riesigen Spaß gemacht, ein bisschen mitzutüfteln und beim Entstehen eines neuen eBooks helfen zu dürfen!

Der erste Schnitt wurde nach dem Feedback der Näherinnen (Ausschnitt zu groß, Bündchen zu weit, Kleid zu lang etc.) nochmal geändert und eine zweite Probenährunde gestartet.
Ich habe insgesamt 5x den Raglan.KIDS-Pulli genäht, davon 2x Partnerlook-Sets in 56 und 122 und noch eins extra nur für Felicia (weil Fionas Kommentar zu dem tollen - teuren - Fuchs-Sweatstoff war: "Öh...der ist ja für Jungs..." Hä?!). Er geht so schön schnell, sieht super aus und ist jetzt schon ein absoluter Lieblingsschnitt von mir: ein Basic-Pulli, der als Shirt oder Kleid, mit oder ohne Taschen, mit kurzen oder langen Ärmeln, mit Halsbündchen oder Kragen genäht werden kann, für Mädchen oder für Jungs, für Kleine und für Große.

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte, liebe Yvonne! Immer wieder gerne!
Die Pandas sind übrigens die unangefochtenen Lieblinge geworden. Besonders großen Spaß hat den beiden Damen da natürlich das Shooting inklusive Schminksession gemacht, wie man sieht :)


P.S. Und das Beste: wer jetzt Lust bekommen hat - im Shop auf Yvonnes Homepage gibt es mit dem Code "RAGLAN" bis morgen Abend (11.03., 24 Uhr) 10% Rabatt auf das neue eBook!
Viel Spaß beim Nähen!

Freitag, 6. März 2015

Lieblingstweets Februar

Ein dreifach Tusch für die Lieblingstweets aus dem Februar, heute u.a. mit vergesslichen Ameisen, dem Opossum im Bett, der Qualifikation für eine Männer-WG, Tanzritualen für heißes Essen und der "50 Shades of Grey"-Verkleidung zum Karneval. Viel Spaß beim Lesen & Lachen!


































Donnerstag, 5. März 2015

Top Secret: Blick ins #Familienalbum


Einen Blick ins ganz persönliche #Familienalbum werfen durften wir in den vergangenen Wochen schon bei vielen Bloggern (Frau Mutter sammelt). Heute bin ich (*1987) dran, euch ein Stück Kindheit und Jugend zu zeigen.

Wie ich noch so überlegte, welche bunten (juhu, Farbfilm!) Erinnerungen aus den frühen 90ern ich mit euch teilen könnte, fiel mir meine Abi-Rede wieder ein, die die verschiedenen Taschen von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter als Aufhänger hatte. 2006 geschrieben (oh Gott, 9 Jahre! War doch gerade erst!) und vor einem vollen Saal mit 500 Mitschülern, Eltern und Lehrern gehalten. Ein Gänsehaut-Moment, wenn ich zurückdenke..


Heute und hier erstmalig veröffentlicht:

Dies ist nun also unser endgültig letzter Tag im Kreise der Lehrer und Schüler und ich denke, wir können heute vom Gipfel des Abi-lymp durchaus mit Humor und einem Wissen verheißenden  Lächeln auf unsere Schulzeit zurückblicken. Lassen Sie mich einen Gegenstand näher betrachten, der uns in der einen oder anderen Form in den zurückliegenden Jahren begleitet hat und der, genau wie wir, eine ganz erstaunliche Metamorphose durchgemacht hat.
Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, erinnert ihr euch an den Tag, an dem ihr von Mami und Papi in die große, weite Welt entlassen wurdet, um in der harten Realität des Kindergartenalltags eure legitimen Ansprüche auf die Benutzung des Dreirades durchzusetzen?
Erinnert ihr euch vielleicht noch daran, wie euer Survival-Package damals aussah?

Genau, ich spreche von der kleinen bunten Umhängetasche, die Platz bot für Butterbrot, braun gewordene Apfelstückchen, Trinkpäckchen und Lieblingskuscheltier.

Richtig aufregend wurde die Suche nach einer schultauglichen Tasche dann Anfang 1993,  wobei sich zum ersten Mal zeigte, dass Eltern und Kinder die Eignung des Ranzens nach total unterschiedlichen Kriterien beurteilten. Während die Eltern vordergründig den ergonomischen Aspekt im Auge hatten, war für uns von entscheidender Bedeutung, ob Rennautos, Barbies oder Dornröschens drauf waren. Ausgestattet mit dem passenden Zubehör, bestehend aus Federtasche mit "Filzern", Füller und "Ratzefummel", farblich nach Fächern geordneten Heftern und  Sportbeutel natürlich, konnte die Schule endlich losgehen. Die Ranzen dieser Zeit boten auch ausreichend Platz für das Equipment der außerunterrichtlichen Aktivitäten, von Gummihopse über Fadengrafik, bis Poptanzröckchen und Fussballoutfit. 

Dieser Kleinkinder-Ranzen ging natürlich gar nicht mehr, als Fächer wie Biologie, Geographie und Geschichte das altbewährte Sachkunde ablösten. Die offizielle Begründung war, dass drei neue Hefter und drei neue Bücher die Platzkapazität der alten Mappe sprengten. Wahr ist jedoch, dass mittlerweile unsere Begeisterungsfähigkeit für Dornröschen stark nachgelassen hatte. Es musste also ein Rucksack her. 

1996
Er war nicht so praktisch, nicht so übersichtlich wie der alte Ranzen, aber cool war er auf jeden Fall. 
Das Tamagotchi wurde heimlich mit zur Schule genommen und bekam seine eigene kleine Tasche vorne am Rucksack, um im Notfall schnell erste Hilfe leisten zu können, wenn es sich mal wieder verschluckt hatte...
Auch das lange 30cm-Lineal fand hier seinen Platz.  Es war zwingend notwendig, um während eines Tests die Federtaschen haargenau auf der Grenzlinie des eigenen Platzes als Sichtschutz aufzustellen! 


Im Sommer 1999 wurden wir aus der Grundschule entlassen und hatten uns entschieden, die kommenden Jahre auf dem Gymnasium zu verbringen.
Von den Helden der Grund- wurden wir nun zu den Kleinen der Oberschule und begaben uns in neuer Klassengemeinschaft auf die endlose Suche nach Fachunterrichtsräumen in Haupt- und Nebengebäude.
Auch in dieser schwierigen Phase der Veränderung, in der die pubertären Siebtklässler in Ehrfurcht vor dem Probehalbjahr angestrengt paukten, stand uns der prallgefüllte Rucksack zur Seite. 

Neben ordentlich geführten Heftern mit doppeltunterstrichenen Zwischenüberschriften und diversen Büchern waren nun die Monatskarte der BVG und das neueste Handy mit Vibrationsalarm (!) wichtige Utensilien in unserem Schulrucksack. Der alte Sportbeutel hatte ausgedient. Stattdessen wurde platzsparend das Sportzeug in die Lücken zwischen den Büchern gestopft. Wem welcher Rucksack gehörte, konnte man an den Unterschriften unter dem „Hab dich lieb“ feststellen, mit denen jede freie Stelle des Stoffes geschmückt war.

Nach unserer offiziellen Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen, der Jugendweihe im Jahr 2001, hieß es dann endgültig Abschied nehmen von Kuscheltieren am Reißverschluss und anderen Reliquien der Kindheit. Die adäquate Tasche hatte nur ein Fach, keine lästigen Aufschriften und war meist in einem freundlichen schwarz oder dunkelbunt gehalten.
Der spartanische Inhalt bestand aus einem linierten und einem karierten Block, einsetzbar für beliebige Fächer. Auf eine Hefterführung wurde weitgehend verzichtet. Das Verschwinden wichtiger Arbeitsblätter ließe sich unter Umständen hiermit begründen.
In den Tiefen dieser Tasche stieß man je nach Träger auf Zigaretten, Kaugummi, Handy, Kartenspiele, MP3-Player und Tests von nächsthöheren Jahrgängen... Opfer des deutlich reduzierten Platzangebotes  wurde das Sportzeug. Man muss eben Prioritäten setzen.

Gegen Ende des IV. Kurshalbjahres war jeder 13er gern gesehener Gast in der Schule und erfreute mit seiner bloßen Anwesenheit die Lehrerschaft. Statt an der Haltestelle auf den Bus zu warten, zogen immer mehr Schüler die bequeme Anreise mit dem eigenen PKW vor. Angesichts der sich häufenden Abi-Versammlungen, Abi-Sitzungen, Abi-Absprachen und Abi-Planungen passierte es schon mal, dass der eine oder andere glattweg sein Abi-Täschchen zu Hause vergaß.

Nichtsdestotrotz planten wir minutiös die Abi-Fahrt, das Abi-T-Shirt, das Abi-Video, den Abi-Streich, das Abi-Buch, die Abi-Rede und nicht zuletzt den Abi-Ball, zu dem wir uns heute zusammengefunden haben.

Unsere alten Ranzen, Schulrucksäcke, Umhängetaschen haben ausgedient.

In den kommenden Jahren werden wir uns mit ganz neuen Anforderungen und Problemen konfrontiert sehen. Da gilt es gut zu überlegen, wie man seine Tasche packt.

Wer wird euer Begleiter für die kommenden Jahre sein?

Abirede 2006

Die altbewährte, prüfungserprobte Umhängetasche fürs Studium?
Der Backpacker-Rucksack für die Welttour?
Der Aktenkoffer für die Lehre in der Bank?
Der oliv-farbene Kampfrucksack für die Bundeswehr?
Oder womöglich die Wickeltasche für den Nachwuchs?

Wohin werden uns unsere Taschen begleiten?
Wer hilft uns tragen, wenn uns die Tasche zu schwer wird?

Egal, für welche Tasche wir uns letztendlich entscheiden - eines ist sicher:

Wir haben unser Abi in der Tasche!
 

Dienstag, 3. März 2015

"Wenn jetzt noch einer schreit...

...zieh ich aus."

Meine beste Freundin schrieb mir in einer anderen Situation mal aufmunternd: "Komödie = Tragödie plus Zeit."

In diesem Sinne lesen Sie nun:

eine Komödie in 3 Akten. In den Hauptrollen: ein Fischstäbchen, zwei Kinder, 3ml Hustensaft und eine (gefühlt) 4-armige Mutter in einer halben Stunde an einem eigentlich ganz normalen Abend.

Erster Akt: 

Freitag Abend. Mama mit Kindern allein zu Haus.
Ein hungriges Kind betrat die Bühne: Fiona. Ich bot ihr die drei vom Mittag übriggebliebenen Fischstäbchen an. Sie sah, wie ich die Fischstäbchen aus dem Kühlschrank holte. Ihr Kommentar: "Ich will aber nicht drei. Nur einen." - "Na dann isst du eben nur einen." Kartoffelpüree machte ich extra für sie frisch, ein scheinbar grundlos weinendes Baby auf dem Arm dabei. Während Fiona aß, wollte ich mich zu ihr setzen, aber das Baby auf meinem Arm schrie wie von der Tarantel gestochen.
Nach 2 Bissen legte Fiona lustlos die Gabel hin. "Ich bin so müde. Heute geh ich ohne Zähne putzen ins Bett." - "Nee nee, vergiss es."
Während ich das große Kind unter Protest ins Bad schickte, nahm ich das Kleine mit zum Wickeltisch ins Schlafzimmer. Ich rieb ihren Bauch mit Windsalbe ein (hilft meistens, wenn sonst nichts ist), sie schrie weiter. Mit dem Schreikind auf dem Arm ging ich ins Bad, wo ich für Fiona (die so tat, als könne sie die Augen nicht mehr offen halten, wann immer ich in der Nähe war) Wasser zum Händewaschen ins Waschbecken einließ. Ich forderte sie auf, ihre Fingernägel zu schrubben, sie kratzte mit der Bürste nur sinnfrei im Waschbecken herum.
Als ich die Zahnbürste, die schon fix und fertig mit Zahnpasta auf dem Waschenbeckenrand lag, zur Seite nehmen wollte, bevor sie runterfällt, schlug Fiona um sich, weil sie dachte, ich wolle nun ihre Fingernägel schrubben. Tränen. Ich füllte mit immer noch schreiendem Baby auf dem Arm warmes Wasser in eine Schüssel und stellte sie in einer limboartigen Verrenkung einarmig auf dem Boden ab. "Wasch dir mal bitte noch deine Füße. Die riechen nach Verwesung!" - "Was ist denn Verwesung?" Als ich gerade zum Erklären ausholen wollte, donnerte es in der Windel. Nasenbetäubender Gestank. Sie hörte kurz auf zu Schreien, war wohl selber erstaunt. Aufatmen. Aber nicht zu tief...puh!

Zweiter Akt:

In der Küche.
Während das große Kind sich den Pyjama anzog - nicht ohne Motzen, warum der nicht warm sei, obwohl er auf der (zugedrehten und dann vergessenen) Heizung lag -, aß ich wegen akuten Magenknurrens im Vorbeigehen 2 Löffel Kartoffelpüree und ein Stück Fischstäbchen von Fionas noch fast vollem Teller, das stinkende Baby noch immer auf dem Arm. Wie es Murphys Law so will, fiel mir die Hälfte von der Gabel und landete auf dem Fußboden. Das große Kind kam just in dem Moment dazu und tadelte meine Essensmoral. Es fielen die Worte "wie ein Schwein" und "wenn das Papa gesehen hätte". Das Baby begann erneut zu weinen und wie Fiona mir noch Vorträge übers Kleckern hielt, sah ich den Hustensaft auf dem Tisch. Ich bat sie, ihn noch schnell vor dem Schlafengehen zu nehmen. Fiona diskutierte wieder und ich konnte förmlich dabei zusehen, wie mein Nervenkostüm sekündlich Federn verlor. "NIMM. JETZT. DEINEN. HUSTENSAFT!" - "Aber ich wollte dir was sagen!!" "WAS DENN?!" - "Na....also...der Hustensaft riecht als wäre er verschimmelt. Oder verwest." Orrrrrrrr...... Schlussendlich schluckte sie mit übertriebener Gestik und bühnenreifer Mimik die 3ml Saft und ging ins Kinderzimmer. Ich wickelte das Baby und ging hinterher. Einundzwanzig, zweiundzwanzig...

Dritter Akt:

Im Kinderzimmer.
"Machst du mir noch eine CD an? Aber die xy". Ich suchte diese eine, bestimmte CD, die es unbedingt sein musste. Chaos. Hüllen fielen zu Boden, es schepperte, das Baby schrie. PLAY. Fiona, im Bett, wurde wütend, weil ihre Schwester so laut schrie, dass sie ihre CD nicht verstehen konnte, machte eine ausladende Bewegung mit dem Kopf und stieß sich am Hochbettpfosten. Beide Kinder brüllten. Bravo. Während ich das kleine Kind wippend auf dem Arm in die Küche trug, um für das große aus dem Kühlschrank das "Kühlmonster" zu holen, wiederholte ich wie ein Mantra: "Sei ruhig, bitte bitte sei ruhig...". Ich legte anschließend das Baby ins Arbeitszimmer unter den Activitybogen, schloss die Tür für eine Minute um kurz durchatmen zu können (sie verstummte augenblicklich. Nanu, Mama, was soll das jetzt?!), schmierte mir in Rekordzeit ein Brötchen, nahm sie wieder auf den Arm, setzte mich zum Stillen ins Wohnzimmer und fühlte mich im ersten ruhigen Moment wie erschossen.
Mutter erschöpft ab (noch bevor das Prime Time Programm im TV so richtig angefangen hatte).


Kennt ihr diese verhexten Tage/Abende auch?
Was macht ihr, um in solchen Stresssituationen gelassen zu bleiben? 
Duftlampe? Ommmmm?

Montag, 2. März 2015

Best-Of Februar

28 Tage sind eindeutig zu kurz, um am Monatsende alles unterzubringen, was man möchte. Ich habe bisher weder Frau Mutters #Familienalbum-Blogparade geschafft, noch die Lieblingstweets, geschweige denn das Februar Best-Of. Aber mit genau dem fange ich heute an.
Obwohl ich schon seit Längerem einen Instagram-Account hatte, habe ich ihn bisher nicht genutzt. Das sollte sich im Februar ändern und bietet ganz nebenbei die ideale Zusammenfassungsgrundlage. Hier kommt er also, unser Insta-Februar in Bildern.

Nach zwei Nächten, an denen ich babybedingt so gut wie nicht geschlafen habe, nachmittags anfing zu frieren und vor Müdigkeit und Erschöpfung kaum mehr geradeaus gucken konnte, "passierte" mir ein Verzweiflungskauf über Ebay-Kleinanzeigen: eine NONOMO-Federwiege. Schon lange vor der Schwangerschaft hatte ich sie ins Auge gefasst und beschlossen, dass so ein Exemplar bei uns einziehen würde, wenn wir je ein Zweites bekommen. Der hohe Preis hatte mich dann aber doch abgeschreckt, denn wir haben ja ein Beistellbettchen, eine Manduca-Trage, eine Wiege, einen Wipper, ... Aber nirgendwo schläft es sich tagsüber so gut wie in der Federwiege am Türrahmen. Ihr Geld zu 100% wert!


Der Februar ist bei uns der Geburtstagsmonat schlechthin: 
meine Mama, meine Oma und mein Mann.
Für meine Mama gab es "das große und das kleine F" als 
Fuß-Schmetterlinge auf Keilrahmen.
 

...für meine Oma haben wir einen dreistöckigen Zitronenkuchen gebacken...
 

...und für meinen Mann hat Fiona Brownies gemacht. 
Der Teig ist immer das Beste! Ist das erblich?


Ein passendes Geburtstagsoutfit gab es auch noch
(SM "Trotzkopf", Schnabelina und Hose "Frida", Das Milchmonster)
und das erste Mal Flexfolie mit dem Schneideplotter war ein voller Erfolg.
Ich liebe Personalisiertes :)


Fiona hat ihren (vorher langweilig einfarbigen) Rollkragenpulli 
nach dem Designen 3 Tage lang nicht ausgezogen ^^


Faschings-DIY: das "Klokodil" 
* Toilettenpapierrolle
* grüne Farbe, z.B. Acryl
* grüne Pompons in 2 verschiedenen Größen
* Wackelaugen
* buntes Krepppapier
* Pinsel, Schere, Kleber
Auf die Plätze, fertig, pusten!


Mein großes Kind ging zum Fasching, wie wohl 70% aller Mädchen dieses Jahr zum Fasching gingen: als Elsa aus dem Film "Frozen". Das Kostüm hatten wir schon von der Geburtstagsmottoparty im Oktober. Blau-blinkender Haarschmuck, selbstklebende Glitzersteinchen , Roll-On-Glitter und standesgemäße Schminke made by Mama kamen noch dazu. Ach, und Hackenschuhe, selbstverständlich.
"Mama, wenn du mich rufst, kannst du ab jetzt immer Königin Elsa sagen, okay?"


Faschings-Food für die Kita gab es auch: 
Melonen-Zauberstäbe und die Kiwi-Palme.
Große Augen bei den Piraten, Pippi Langstrumpfs, Elsas und Darth Vaders.

 

Die Babybilder lasse ich einfach mal unkommentiert stehen.
 Da bedarf es keiner Worte, um die schwere Verliebtheit zu sehen, glaube ich...


 

 
  

Ein typischer Sonntagsausflug mit der ganzen Familie: Enten füttern


...und über den ersten Frühling freuen!

 

Über das Bloggerevent #blomm und den Fernsehturmausflug habe ich ja schon separat berichtet. Eine schöne Erinnerung aus dem Februar!


Ein Mama-Tochter-Moment, den dieses Bild in seiner vollen Unschärfe eingefangen hat:
ausgelassenes Tanzen und Rumblödeln zu Taylor Swifts "Shake it off"


Das große Kind ist zwischenzeitlich in die Massenproduktion von Tieren auf Papier eingestiegen und hat interessante Exemplare zu Tage gefördert. Hier: Rüssel-Seepferdchen.


Rechts im Bild: Liemhasi, treuer Freund und ständiger Begleiter seit nun mehr 5 Jahren. Links: Schlappohrhasi, 60cm lang und mit von Fiona ausgesuchten Kuschelstoffen selber genäht von meiner Mama. Fiona, mit Herzaugen: "Der hat bestimmt sein ganzes Leben lang darauf gewartet, genäht zu werden und zu einem Kind zu kommen. Ich finde ihn sooo schön, dass ich fast weinen muss!"


Apropos Stoff: ich war kürzlich im Stoffparadies ("Stoff & Stil" und "Traumbeere" in Berlin) und fing in Anbetracht der riesigen Auswahl fast an zu sabbern. Ich bekenne: süchtig!


Noch ein typischer Wochenendausflug: Tierpark Friedrichsfelde, für den wir alle Jahreskarten haben. Immer wieder schön! Und nebenbei Felicias erstes Mal bei den wilden Tieren.




Krankheitsbeschäftigung zu Hause: puzzlen. 100 Teile XXL-Kokosnuss. 
Und getreu nach Murphys Law fehlte was...? Genau, ein einziges Teil.


Spielplatzschläfchen in der Frühlingssonne
 
  

Und der (leider!) vorerst letzte Hebammenbesuch mit der Storchenwaage. 
Knappe 5 Kilo!
 


Das Zitate-Best-Of darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Hier sind sie:
Fiona ist 5 Jahre und 4 Monate alt.

Helene Fischer singt: "Großes Kino für uns zwei".
Fiona war mit Papa am selben Tag im komplett leeren Kinosaal und meint:
"Haha, genau wie bei uns heute morgen!"

"Hey, Felicia ist ja ruhig. Wie hast du denn das gemacht?"
- "Na ich hab ihr gesagt, dass sie jetzt ne Weile nicht schreien darf und dann hat sie auch nicht geschreit."

"Du bist eine ganz ganz tolle große Schwester!"
- "Danke! Du kannst dich auch immer auf mich verlassen!"

"Mama, du musst den Kuchen jetzt rausholen! Er ist schon ganz verrostet!"

"Zum Backen nehmen wir die Eier, die du auf dem Hühnerhof geschenkt bekommen hast."
- "Hä? Das sind so richtig echte Eier?! Mit Schwabbel drin?!"

"...das ist mit Rosinen."
- "Wo sind Cousinen drin??"

"Können wir mich mal wieder messen? Als ich heute morgen nach unten geguckt habe, habe ich irgendwie gemerkt, dass ich höher bin."

"Zeig mal deinen blinkenden Elsa-Haarschmuck!"
- "Das ist Stacheldraht mit Lampen dran."

Ich streichel ihren Rücken.
"Mama! Kannst du mal das Hin und Her lassen?! Das macht mich ganz wuschig."

"Ich muss mal schnell Felicia wickeln."
- "Warte, warte, Mama! Nicht ohne mich anfangen!"

"Ooohhh, guck mal, Schneeglöckchen!"
(etwas später)
"Sag mal, Mama, können die eigentlich wirklich klingeln?"

Sie fotografiert mit einer Alt-Mach-App.
Ich: "Nein, nicht mich! Ich möchte nicht alt sein."
Fiona: "Gut, dann nehm ich eben Opa. Der ist eh schon alt..."

"Ich freue mich so, dass ich bei meiner Einschulung ein bisschen erwachsen werde!"

Sie bekleckert sich mit Zahnpasta.
Ich: "Was ist das da für ein weißer Fleck?"
Fiona: "Keine Ahnung. Taubenkacke, vielleicht."