Sonntag, 25. September 2011

Sieben Sachen

In einem Blog gesehen und für gut befunden:
Sieben Sachen, die wir am Sonntag mit unseren Händen gemacht haben, egal ob 5 Stunden (Kastanien!) oder 5 Minuten (Schwein).


Aus uns wird noch ein richtiges Bastelvolk, ich seh's schon kommen. Der Eine steht auf Kastanien mit glatten Flächen ("Booah, zeig, will anfassen!"), der Nächste findet die stacheligen Hüllen viel interessanter als die Teile selbst ("Pickelhut!") und der Übernächste ist ein Zwei-Links-Händer, der zwar keine Löcher bohren, aber dann den fertig geschnitzten Kopf auf den Giraffenkörper stecken will und sich über das Ergebnis freut (nein, letztere ist nicht Nona).
Neben "schweinischer" Unterrichtsvorbereitung für die kommende Kinderwoche haben wir heute einen schönen Tag bei noch schönerem Wetter im Freien verbracht. Nona hatte Lilly-Besuch und die zwei haben sich mit Seifenblasen, Rutsche, Schaukel und Lachgummis im Garten vergnügt, während die "Alten" Löcher in die braunglänzenden Schätze gebohrt und Schaschlikspieße zu Füßen umfunktioniert haben.
Den Schweineherbst nehme ich vorerst zurück - wir haben heute abgegrillt, sozusagen! Noch bleibt zu hoffen, dass es doch nicht das letzte Mal in diesem Jahr gewesen ist. Man weiß ja nie, schließlich waren am Tag der Geburt von Prinzessin F. im Oktober 2009 satte 26°C!
Apropos, Madame hat heute ein Knisterbad genommen, eine Erfindung des Tinti-Clans, der bei uns schon die Badefarben eingeführt hat.
("Dün haben!" "Nona, das ist nicht grün, das ist rot." "Ja, dün. Haben!")
Die Knisterpartikel werden ins fertige Badewasser gekippt und fangen dann - wie der Name schon verrät - an zu knistern. Vom Prinzip her ähnlich wie dieses Brausepulverspuckegemisch, was im Mund kleine Explosionen hervorruft und dabei so künstlich schmeckt, das man schon fast meint, tatsächlich Zitrone zu erkennen...
Nach anfänglicher Unsicherheit gefiel Nona das kribblige Bad sehr gut. Dann kam Papa rein und sagte: "Was habt ihr da? Klingt von Weitem ein bisschen wie Fleisch braten in der Pfanne..."

Samstag, 24. September 2011

Satelliten, Eis & warze Tatzen

"...like a satellite, I'm in orbit all the way around you...."

Samstagmorgen, 8 Uhr: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, der NASA-Schrott-Satellit ist mittlerweile abgestürzt, unser Haus steht noch - also nichts wie raus an die Luft und ab zum Hellersdorfer Erntefest!
Mit Kindern, die sich über Mittag für ein paar Stündchen aufs Ohr hauen, hat man 2 Möglichkeiten: gleich morgens nach dem Frühstück etwas unternehmen oder nach dem Mittagsschlaf, ca. ab 16 Uhr, wenn man eigentlich nach so einem faulen Vormittag selber schon keinen Antrieb mehr hat, größere Aktionen zu starten. Da samstägliche Festbesuche ab 16 Uhr erfahrungsgemäß so sind, dass man nicht durch die Straßen läuft, sondern von der Menschenmasse geschoben wird, haben wir uns für erstere Variante entschieden. Und siehe da - kaum eine Menschenseele. Die Hartzfünfer liegen um die Zeit noch im Nest und die Jugendlichen sind 2 Stunden vorher erst von der Freitags-Sauftour nach Hause gefallen (oh, was für ein schöner Verschreiber, den lass ich stehen!). Nur eine Hand voll Familien mit Kindern und ein paar Rentnerehepaare schlenderten die wegen Buden gesperrte Straße ab, über die ich mich gestern noch geärgert habe, weil ich unwissend abbiegen wollte, wo gesperrt ist, und daraufhin meine Zeit im Umleitungs-Stau verbracht habe...
Es roch intensiv nach Knoblauchbaguettes und Rostbratwurst gepaart mit gebrannten Mandeln und Pferdestroh. ("Nono dooßes Hüü haben!" -"Äh, nein.") An sich nicht schlecht - bis auf Letzteres - aber so kurz nach dem Frühstück ein Grund, schneller an der Fressmeile vorbeizugehen...
Knoblauch und Marmelade vertragen sich nicht so gut.
Due to the fact that there were kaum Menschen unterwegs (manchmal fehlen einem einfach die Worte in der richtigen Sprache, kennt ihr das?), hatten die ansässigen Wohnungsbaugenossenschaften noch ganze Zelte voller Heliumluftballons und Trillerpfeifen zu verschenken (und Äpfel - was ist das für eine Werbeaktion? "Wenn ihr statt BigMacMenü Äpfel kauft, könnt ihr euch Wohnungen bei uns leisten?!), der Mann beim Entenangeln freute sich aufrichtig über ein paar € für 22 gelbe Schwimmer (Ausbeute: 2 Meerjungfraupüppchen, eine mit lila, eine mit orangem Haar, Nona: "Lilly und Mina") und die Karussellbetreiber ärgerten sich, dass sie für lächerliche 2€ sämtliche Flugzeuge, Hubschrauber, Autos, Tassen, Motorräder und Dinosaurier in Bewegung setzen müssen, nur weil ein einziges Kind fahren möchte (der Strom....der teure Strom!)
Die Frau beim Softeis brauchte 1,50€ passend, denn sie hatte noch nichts verdient und konnte demnach auch nicht wechseln.
Die Prinzessin rief (von Weitem):
"Nono Eis haben!"
Ich: "Na geh mal hin zu der Frau und sag, was du möchtest."

Nona ging hin, kratzte sich verlegen am Ohr, hielt den Kopf schief und guckte auf den Boden.
Eisfrau:
"Was möchtest du denn?"
Nona: "EIS!"
Eisfrau: "Welche Sorte?"
Nona: "E-I-S!"
Eisfrau: "Wir haben Vanille, Schoko-Vanille oder Schoko-Erdbeere."
--- Stille ---
Nona: ".....Eis!"


So, und wer mal lachen möchte, guckt sich mein neues Hobby auf youtube an. Es fehlt nur noch ein Name für diese Sportart. (sau anstrengend, liebe Leute!)
Diese Bodenmatte mit Tasten, "gigantic keyboard", wie es sich laut Verpackung selbst nennt, sprang mich beim Einkaufen an. Ich wusste nicht genau, warum ich sie kaufte und für wen, aber nun hat seit ein paar Tagen die gesamte Familie Spaß damit. Wenn "unser" Papa unten in Opas Büro ist, sagt er zwar, dass fast die Lampen runterkommen, wenn wir hier oben Klavier springen, aber noch sind sie alle dran.
(Nona: "Mama laufen! Warze Tatzen (=schwarze Tasten) laufen! Lala an! Hahahaha")

P.S. Ein Wort noch zum Satelliten: als ich gestern darüber gelesen habe, musste ich feststellen, dass erstens niemand genau wusste, wo der 6 Tonnen schwere, schulbusgroße Satellit, der nicht vollständig in der Erdatmosphäre verglüht, abstürzen würde (Nordamerika sei ausgeschlossen, hieß es), dass zweitens niemand genau wusste, wann er abstürzen würde (von Freitag 18 Uhr bis Samstag 12 Uhr war alles dabei), dass drittens die Wahrscheinlichkeit sehr gering sei, von Trümmerteilen getroffen zu werden (schließlich wurde in den 50 Jahren Forschung noch nie jemand von Weltraumschrott verletzt) und dass viertens evtl. gefundene Trümmerteile nicht angefasst werden sollen, weil sie spitze Kanten haben könnten und überdies rein "technisch" gesehen, nach wie vor Eigentum der USA seien.
Lachen Sie bitte j-e-t-z-t!

P.P.S. Absturz über Kanada...Na sowas! Hatte das immer zumindest in die grobe Richtung "oben" und "Amerika" eingeordnet, aber Nordamerika war ja ausgeschlossen ^^

Donnerstag, 22. September 2011

Vorzeitige Ejakulation vermeiden


Ja, das sollte man. Wenn man es hätte, das "Gerät" um vorzeitige Ejakulationen (oder überhaupt welche) hervorzurufen.
Machen die sich lustig? Ein Wunder, dass sie nicht gleich fragen, ob FRAU Müller noch die blauen Pillen dazu benötigt. Buy one, get one free, oder so.
Ich dachte schon, es wäre frech, dass C und A ("Cunda", wie meine Oma sagt, schließlich steht das im Etikett!) mir ein Jahr, nachdem ich Schwangerschaftsmode bestellt habe, einen Newsletter schickt und exklusiv für mich hübsche Umstandsblusen anbietet. Ausnahmsweise hatte mein Mann auf seinen Namen bestellt, aber mit meiner Emailadresse. D.h., die Umstandsmode wurde "für Sie persönlich ausgesucht, Herr Müller".
Janz toll, jut jemacht!
C&A ist da wohl sehr stark zukunftsorientiert, aber noch, liebe Mitarbeiter der Online-Redaktion, kriegen die Frauen die Kinder...aber nichts für ungut.

Nachdem ich gestern trotz beschissener irreführender Handynavigation zu IKEA gefunden und die Matratze gekauft habe, haben mein Mann und meine Mama abends das neue Bett aufgebaut. Ich habe geholfen, wo ich konnte, z.B. die Rückwand festgehalten oder Dübel gereicht ^^ Es ist mir trotzdem ein Rätsel, wie man ohne Aufbauanleitung einfach sieht, was wie logisch zusammengehört und welche Schrauben wo rein müssen. Ich seh das nicht. Wirklich nicht. Bei mir läuft das so ab:
Augen an Hirn: Wir sehen ein Brett.
Hirn an Augen: Was für ein Brett?
Augen an Hirn: Ein weißes Brett mit einer Metallschiene. Und noch eins.
Hirn an Augen: Das wird mal ein Bett. Bau auf, bau auf!
Augen an Hirn: Wie denn? Wir sehen eine Tüte mit Schrauben, Dübeln und Dingen, dessen Namen wir nicht kennen.
Hirn an Augen: Sucht das Handy und wählt den Sasa-Notruf: Null - Eins - Sieben - Sechs - .....

Als ich angefangen habe zu studieren, haben wir einen großen Kleiderschrank für meine erste eigene Wohnung gekauft.
Ich saß wie ein Häufchen Elend vor dem Stapel Bretter und dem Sack Schrauben, das weiß ich wie heute.
Meine Mama hat den Schrank dann im Prinzip alleine aufgebaut (ich stand zum Festhalten zur Verfügung) und sagte hinterher zu mir:
"Und, weißt du jetzt wie's geht?"
Und ich sagte:
"Nö, warum? Ich hab doch jetzt 'nen Schrank."
(der "lebt" übrigens heute nicht mehr....)

Ich staune auch immer über die vielen Blogs, in denen Menschen ihre Kreativiät unter Beweis stellen und nähen, bauen und basteln, was das Zeug hält. Schön, dass es Leute gibt, die das können. Ich kann's leider nicht. War schon in der Schule so. Wenn die anderen Schere und Kleber rausgeholt haben, habe ich aus dem Fenster geguckt und gehofft, dass ich gleich abgeholt werde. Hat auch meistens geklappt :) Danke, Mama. Auch beim Gipsfigurengießen oder Plätzchenbacken konnte man mich nicht lange halten. Ich bin zwar auf allen Fotos drauf, aber nicht beim Backen, sondern daneben stehend mit dem Keyboard, die Tätigkeiten der anderen musikalisch untermalend. Auch gut :)

Aber zurück zum Eigentlichen: nun steht es, das große Bett. Nona hat sehr gut geschlafen und rannte im Kindergarten auf ihre Erzieherin zu und rief ganz aufgeregt: "Dooßes Bett, dooßes Bett!!!"


Ach, und guckt mal, was ich gefunden habe: gleiches Gesicht, gleiche Fahrzeugfarbe und beide einen felligen Beifahrer dabei. Ick gloob, wir sind vawandt!


P.S. Jürgen von der Lippe war gestern im Radio. Er sagte zum Moderator:
"Ich nenne Ihnen jetzt vier Substantive in der Einzahl und Sie wiederholen sie in der Mehrzahl:
der Arzt, der Bursche, die Bürste, die Schwester."

Mittwoch, 21. September 2011

pennies...

"Wenn es gar nicht anders geht, vertraut mir ein befreundetes Paar seine Tochter an. Sie heißt Franziska, ist 3 Jahre alt und trägt für gewöhnlich großen Ernst und wissenschaftliche Neugier zur Schau. [...] Besonderen Spaß haben Franziska und ich auf dem Spielplatz, der in der Mitte des Helmholtzplatzes im Prenzlauer Berg liegt. Attraktion sind dabei nicht Rutsche, Schaukel und Sand, sondern die Erwachsenen, die ihren Nachwuchs hierher bringen. [...] Zur Beruhigung bereite ich Franziska und mir ein Mittagessen zu. Während die Prenzeleltern ihren Kindern selbstgehäckselte Salate mit Omega-3-Fettsäuren einsprühen und proidiotische Joghurts und Naturkind-Möhrensaft kredenzen, öffne ich mit geübten Griffen eine Dose Ravioli von "Ja" und löffele den Inhalt abwechselnd in meinen und in Franziskas Mund. Franziska sieht mich glücklich, fast verliebt an."

Proidiotische Joghurts, haha, das sind die, die bald von allein aus meinem Kühlschrank kommen, weil ich mittlerweile wieder normal essen kann. Das war übrigens ein Ausschnitt aus dem Buch "Die Lebern der Anderen" von Anselm Neft. Ob es gut ist, weiß ich noch nicht. Bin bei der Hälfte, bis dahin so lala. Das lese ich immer, wenn Kitagruppen nicht zu ihrem Unterricht kommen. Mein "Arbeitsbuch", sozusagen. Apropos, morgen geht's wieder los. Der gelbe Zettel sagt: krank ist vorbei. Bin ja gespannt, was die Donnerstags- und Freitagskinder sich in ihrer Woche Musikabstinenz an Kuriositäten überlegt haben, die man so im Musikunterricht raushauen könnte. Ich werde euch informieren!

Fiona wollte vor ein paar Tagen absolut nicht mit Windel in den Kindergarten gehen. Manchmal klappt das Trockensein ja schon zu Hause. Aber sobald ihr ein Fernseher über den Weg  läuft (oder ein Auto, ein Buch, ein Spielzeug, ein Sandkasten, ...) ist die Blasen-Hirn-Signal-Weiterleitung unterbrochen und man lässt einfach laufen...
Jedenfalls erklärte sie mir an dem Morgen so wichtig, wie es eine Fast-2-Jährige eben erklären kann, dass Lisa und Chayenne ("Jen") auch ohne Windel gehen. Und als ich fragte, wer noch ohne Windel in der Kita ist, sagte sie: "Litu auch ohne Windel".
(Wer ist "Litu"?)

Wenn sie zu Hause baden geht und ich sie ausgezogen habe, springt sie wie ein wildgewordenes Eichhörnchen nackt durch die ganze Wohnung und ruft. "Dakidei, Dakidei!". Und wenn wir hinterher wieder Hemd oder Schlafanzug anziehen und ihr Arm bei einer anderen Öffnung rauskommt als geplant, sagt sie nun selbst:
"Falsches Loch!".
Schön ist auch ihre Verwendung des Wortes: "bisschen".
"Bisschen" ist universal einsetzbar, passt fast immer und klingt aus ihrem Mund sehr niedlich.
Beim Essen: "bisschen heiß!"
Bei Topf-Sessions: "bisschen pullert!" (Topf ganz leer)
Beim Händewaschen: "bisschen panzen!"
Vorm Schlafen: "bisschen müde."
Dazu gehört der wichtige, ernste Blick mit seitlich geneigtem, leicht nickendem Kopf. Bisschen!

Heute morgen konnten wir "bisschen" länger schlafen als sonst. Nono nahm von der Uhrzeit jedoch keinerlei Notiz, stand um 7 auf, schob den Puppenwagen durchs Schlafzimmer, verteilte Legosteine in der Achtung-weg-da-ich-muss-schnell-aufs-Klo-Schneise, platzierte sämtliche Kuscheltiere auf der Couch und gab - großzügig wie sie ist - jedem Tier ein Buch zum Lesen.
Dann kroch sie wieder ins Bett, wollte "Quakke" gucken (Muppet Show mit Kermit, dem Frosch), trat ein "bisschen" in Papas Rippen, hüpfte ein "bisschen" auf Mamas Bauch, bis wir letztendlich komplett wach waren und aufgestanden sind. Dann - Achtung! - legte sie sich in unser Bett, zog sich die Decke bis zum Hals und sagte allen Ernstes: "Nono schläft noch."
Jenau. Danke ^^

Hab ich schon von meiner letzten Einkaufstour erzählt? Keinen Pfennig Geld in der Tasche, aber man hat ja Karte, kein Problem, das.
Schuhe gekauft, Hosen, Bokatzbücher für Nona, Hello-Kitty-Geschenkpapier und dann schnell zum Fahrstuhl und ins Parkhaus. Zum Glück hat der Automat, der immer genau 2€ will, einen Schlitz für EC-Karte. Das ist praktisch, denn die nächste Sparkasse ist am anderen Ende des Centers und dann auch noch draußen ein Stück an der Straße lang. Schade um die Zeit.
Ich also mit Tüten hin zum Kassenautomat, er wollte - tadaaa - 2 Euro. Ich gab ihm meine Karte. Geheimzahl und bestätigen, bitte.
Jupp, kein Problem. Dann ein roter Bildschirm und die Worte "Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen." Ich tat wie mir befohlen. Auf dem Bon die gleiche Info noch mal. Hä? Was war das? Hinter mir eine unruhig mit ihren Stöckelschuhen trappelnde Meute. Ok, raus zum Auto, direkt an der Schranke steht noch so ein Kassenhäuschen und da steht nie jemand an. Also hin.
Motor an, ich springe raus, gleiches Prozedere:
"Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen."
Noch mal. Die PIN stimmte. Was soll das?
5 min vorbei.
Ich ging wieder zurück zum Auto, beruhigte es mit den Worten: "Ruhig, Süßer, könnte länger dauern", drehte ihm den Saft ab und ging erneut zum Automaten.
Neue Karte, neues Glück.
"Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen."
Hackt's?! Ich stiefelte wutentbrannt zu meinem Auto, in der Hand 2 EC-Karten, Autoschlüssel und ungefähr 10 Bons mit der Aufschrift: ...na ihr wisst schon.
Ich kratzte alles Kleingeld zusammen, was ich finden konnte. Yeah, ein Einkaufseuro! Was für ein Glück! In der Portemoinnaiespalte noch 50 Cent, na also, sieht gut aus. Und den Rest hab ich als 2- und 5-Cent-Kupfer. Das müsste genau reichen.
Ich wieder hin zum Kassenautomat. Schmeiße alles "größere" Geld ein, was ich habe. Er zeigt an: 1,70€. Und wie ich gerade meine Kupfermünzen zusammenkratze, sehe ich am Automaten ein Schild, auf dem die Münzen abgebildet sind, die er schluckt. Natürlich kein Kupfer. Grrrrr.....Ende vom Lied war, dass ich mein Auto wieder geparkt habe, ein Mal quer durch das gesamte Center gelaufen bin, auf der anderen Seite raus, zur Sparkasse, Geld geholt (Scheine!), auf dem Rückweg beim Bäcker eine Streuselschnecke gekauft habe (damit ich Münzen habe...nachher wäre er sonst vielleicht beim Schein mäkelig gewesen - ich hätte Automatenmord begangen!) und dem Saftsack von Automaten seine 2 Euro mit Schwung in den Schlitz geschoben habe. Idiot.
Dann kann sich die Schranke ihr scheinheiliges "Gute Fahrt" auch sparen.
Fazit: 30 min verloren. Merke: nie mehr ohne Geld einkaufen gehen.

Mein Handynavigationssystem (eine App für 0,79€ wohlgemerkt) sollte mich heute zwecks Matratzenkauf für's neue Kinderbett (geschenkt von den Nachbarn, genau das, was ich wollte!!! Passend zu den Schränken. Yippiieee!!) zum blau-gelben Möbelhaus lotsen. Klappte alles ganz gut, ich konnte die Köttbullar schon förmlich riechen, als Handy sagte: "Folgen Sie dem Straßenverlauf für 300 km."
Danke! Und wenn sie's nicht gefunden hat, dann fährt sie wohl noch heute....

Sonntag, 18. September 2011

Schweineherbst

Am ersten Tag der aktuellen Krankheit, an dem die Mandeln so groß waren wie Bowlingkugeln, habe ich meinen Mann einkaufen geschickt: "Hol Joghurt. Viel Joghurt." Ich konnte nicht schlucken, trinken war schwierig, essen ging gar nicht.
Nun wirken die Medikamente langsam, die Mandeln haben einiges an Größe verloren, essen geht wieder und die probiotischen Kulturen kommen sicher bald Arm in Arm mit der linksdrehenden Milchsäure in Herden aus dem Kühlschrank...von alleine.

Das, was heute draußen stattfindet, ist kein Wetter, sondern ein Unfall. Deswegen haben wir statt Waldspaziergang einen entspannten, kreativen Sonntag Vormittag auf dem Teppich im Kinderzimmer verbracht. "Wollen wir ein Bild malen?" -"JAAAAAAAAAA"



Gestern Mittag gab es bei uns Traditionelles aus dem schwedischen Spezialitätenrestaurant:
Köttbullar (muss ich dazu schreiben, wie Nona sie genannt hat...?) mit Pilzen.
Kennt ihr das, wenn Kinder die Bestandteile der Mahlzeit, die ihnen nicht schmecken, nicht einfach liegen lassen, sondern so lange rumschieben bis sie vom Tellerrand fallen? Unser "Fallobst" waren die Pilze... Und dann hinterher noch ganz scheinheilig und fast erstaunt bemerken: "Oh! runter falln! Da, Mama! Ausschmeißen."
Pilze sind also - im wahrsten Sinne des Wortes - vom Tisch ^^

Beim "Faufen" hat sie sich FruchtTiger zum Trinken ausgesucht. Ihr liebstes Spiel ist momentan das absichtliche Buchstabenvertauschen, Hören wie es klingt und dann laut über den eigenen Witz lachen. So auch mit dem FruchtTiger.
Sie brabbelte so vor sich hin, hielt die Flasche in der Hand und sagte:
"Frucht-KiKa". (Zu viel TV am Mittwoch?!)
Eine Weile später: "Fruchtkicker. Haha."
Ich hoffe, sie hat in ihrem kleinen Kopf noch nicht abgespeichert "wenn Mama und Papa lachen, dann muss ich das öfter sagen", denn wir lachten noch 5 min später über ihre dritte Kreation: die mit dem "f" in der Mitte...

Pflichtbewusste Berliner gehen ja heute wählen. So auch Familie M.
Fiona wollte ihre "Bungis", die Gummistiefel, anziehen, die sind aber noch bei "Mautes" im Kindergarten.
Dann habe ich ihr erklärt, dass wir zu Fuß gehen und sie im Wagen fährt.
Nona (skeptisch): "Fuß im Wagen?!"

Das ist das Pendant zum Fuß in der Tür :) 
Wünsche allen einen entspannten Sonntag mit warmen Füßen, ob im Wagen oder in der Tür. Und ich freue mich sehr über 13 eingetragene Blog-Leser, herzlich Willkommen!

Samstag, 17. September 2011

Jonas

Nun hat's mir doch tatsächlich am Mittwoch Nachmittag, nachdem ich mit letzter Kraft den Blogeintrag verfasst habe, völlig den Stecker gezogen: Fieber, Schüttelfrost, Kopf, Rücken, Beine, Arme, Kreislauf, Mandeln.
(Ich schmecke übrigens schon wieder nichts. Darf das wahr sein?!)
Mit dicker Fleecejacke legte ich mich auf die Couch, während für das Kind grenzenloses TV-Vergnügen (Danke! Danke, KiKa!) auf dem Programm stand. Da ich immer noch fror wie ein Schneider, schnappte ich mir das, was in nächster Nähe lag und somit ohne größeren Bewegungsaufwand zu erreichen war: eine von Nonas tausend Decken. Ich kuschelte mich in Embryonalstellung auf die schmale Couch und versuchte, mich auf etwas anderes als das Frieren zu konzentrieren als ein kleines Monsterkind plötzlich vor mir stand und mit den Worten:
"Nein, Mama! Nonos Decke!" die Decke wegzog. *bibber*
"Nono, bitte, Mama ist krank. Mir ist so kalt, darf ich deine Decke haben? Biiittteee. Du darfst mich auch zudecken."
(Rollentausch?! Normalerweise ist das nörgelnde "Biiittteeee" aus Nonas Wortschatz...)
"Nein." --- gerunzelte Stirn --- "Nonos Decke."
Nach weiteren 5min Diskussion (ich hatte schon blaue Lippen! Bestimmt!) konnten wir uns einigen: Mama bekommt die Decke, aber nur, wenn Nona mit auf die Couch darf und sich auch zudecken kann.
Die erste Gesetzmäßigkeit, an die ich mich aus dem Physikunterricht in der 8.Klasse erinnern kann, lautet: wo ein Körper ist, kann kein anderer sein. An diesem Mittwoch haben wir beide diese Erfahrung in der Praxis gemacht. Meine angewinkelten Beine hingen über die Sitzfläche rüber, Nona saß auf halber Backe direkt vor meinem Gesicht und zog ein Stück Decke zu sich mit den Worten: "Nono auch krank." Ich freute mich über die partielle Dunkelheit vor meinen Augen und darüber, dass ich KiKa nur hören und nicht sehen musste. Als ich gerade begonnen hatte, mich in dieser Position zu entspannen und der Presslufthammer im Kopf ein wenig nachließ, fiel ihr Hasi runter. Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen....

Habe ich euch den Hasi eigentlich schon vorgestellt?
Hasi ist - seit die Prinzessin ein halbes Jahr alt ist (was war da? Genauuu, Ostern^^) - ihr ständiger Begleiter. Zum Schlafen, zum Trösten, zum Kuscheln, zum Spielen, zum Dummheiten machen, zum Baden (!)...


Fiona weiß, dass Hasi nicht in den Kindergarten gehen möchte, weil ihn dann die anderen Kinder anfassen. Dann weint er. (Baden geht er übrigens auch nicht gerne, das hat sie schon feststellen müssen...) Deswegen haben wir zu diesem Zweck (also Kita, nicht Baden!) den Kita-Hasi (sie sagt: "Kika-Hasi", da hat sie wohl was falsch verstanden....der heißt nämlich KiKaninchen ^^ ach, egal). Kita-Hasi sieht zwar anders aus und ist eigentlich ein Wärmekissen in Form eines Hasen aus der Apotheke, aber das Schlafen im Kindergarten klappte mit ihm von Anfang an. Puuhh!

Nun haben bestimmte Dinge von mir mal das Adjektiv "lieb" angehängt bekommen, um sie Fiona besonders "schmackhaft" zu machen, z.B. "das liebe Fläschchen" oder eben "der liebe Hasi", jedoch ohne Betonung auf "lieb" (im Gegensatz zu "das böse Fläschchen" .... wisst ihr, was ich meine?). Seitdem sie so explosionsartig mit Wörtern um sich wirft, sagt sie auch "lieb". Allerdings nur im Akkusativ.
Tja, und so heißt er nun: LIEM HASI, ein Eigenname.

Vor einigen Tagen zog Jonas bei uns ein. Kennt ihr nicht? Ich kannte ihn auch nicht.
Bis dato nannte sich Madame selbst "Nona" oder "Nono". Plötzlich sagt sie: "Jona", kommt dem ursprünglichen, von ihren Eltern vergebenen, Namen schon recht nahe. Und da die momentane Haben-sonst-Bock-Phase sehr akut ist, hört man hier den ganzen Tag nur noch, wie sie alle Dinge als ihre deklariert. Beim Einkaufen rennt sie zum Wurstregal, reißt die Glastür auf, schnappt sich irgendwelche Wurst und flötet: "Jonas, Jonas". Das gleiche bei den Eiern, beim Joghurt und beim Saft. Jonas kann von mir aus wieder ausziehen, denn er ist wirklich stressig. Das steht der "liem Nona" gar nicht. Schlechter Umgang...
Jonas war auch gestern nachmittag am Werk, glaube ich. Er sitzt dann immer ganz dicht an ihrem Ohr und flüstert, was sie als nächstes sagen soll. Anders kann ich mir Vorkommnisse wie das folgende nicht erklären.
"Nono auch Pommes und Eis kaufen".
(The person you've called is temporarily not available....hab ich gerade richtig gehört? 1, 2, 3, 4, 5, 6 Wörter? 2-Jährige sprechen maximal 3-Wort-Sätze. Kannst du dich bitte daran halten?)
Jonas' Flehen wurde von Minute zu Minute eindringlicher.
Also gut, wir fahren zum "goldenen M".
Am Auto-Schalter: "Nona, was möchtest du essen?"
"Pommes".
"Ein Happy-Meal mit Pommes, Nuggets und O-Saft bitte."
"Ok, fahren Sie vor zum 2.Schalter."
Wir kommen zum 2.Schalter, warten auf das Essen.
Nono wird gefragt: "Was bekommst du denn zu essen?"
Nona: "EIS."
Hmpf, fail. Oder wie Homer Simpson sagen würde: "D'OH".

Seit sie ganz klein ist, hat sie eine besondere Vorliebe für Sprudelwasser. Trinkt einen kleinen Schluck, verzieht das Gesicht, lacht laut und trinkt nochmal and so on. ("...eine Flasche von die Wasser die soooo schön 'at geprickelt in mein Bauchna...." - nein stopp, das war was anderes.) Jedenfalls nannte ich es lautmalerisch: "Prickelwasser".
Verwendet wurde es z.B. in Situationen wie dieser:
Nona rennt zum Tisch, schnappt sich einen Becher und will trinken.
Ich: "Nona, das ist aber Prickelwasser."
Nona: "Ja. Nona kicken." (nonisch für: trinken)

Ich habe sie gewarnt. Nun, wo sie wie gesagt ALLES nachplappert, konnte sie den Quittierton "Ja" auf meinen Warnhinweis noch ergänzen durch den Zusatz: "Pickelwasser". Clearasil zum Trinken, sozusagen. Wer weiß, wofür's hilft ^^

P.S. Ich glaube, das Flur-Pferd wollte uns was sagen.
"Kommt ein Pferdchen geflogen, setzt sich nieder auf mein Bett..."
Ich dachte schon, ich halluziniere im Fieberwahn. Ich lag auf meinem Bett und telefonierte, als plötzlich an der offenen Tür zum Kinderzimmer langsam ein rosa Pferd mit Horn vorbei schwebte...andere müssen erst nach Holland fahren, damit sie rosa Einhörner fliegen sehen :)

(Das ist KEINE Momentaufnahme, sondern ein Stillleben)


Der Papa hat abends das Horn eröffnet, dann hatten wir ein bisschen Spaß mit Schlumpf-Stimmen und dem Rest Helium und danach hat er es mit Luft wieder gefüllt und am Horn zugebunden. Es hat jetzt statt des Hornes einen "Pops", wie Nona sagt (Zopf). Sie schimpft wie ein Rohrspatz, wenn sie die Schnur loslässt und das Pferd nicht hochsteigen will. Dann hört man aus dem Kinderzimmer ein wütendes:
"Hüü hoch, in Himmel!!!!"

Mittwoch, 14. September 2011

Das Leben ist kein Ponyhof

Oha, steigende Besucherzahlen obwohl seit Samstag kein neuer Eintrag - das heißt, Nono-Junkies kommen gucken, ob es was Neues gibt..? Hach, schön. Das freut mein Schreiberherz. Natürlich gibt's was Neues. Das Einzige, was fehlt, ist die Zeit, alles aufzuschreiben. Mein ganzer Schreibtisch klebt voll mit kleinen gelben post-it-Zetteln mit irgendwelchen Wortfetzen in einer Art Stenoschrift drauf, bei denen ich 2 Tage später selber Probleme habe, sie zu entziffern und auf die Stories zu kommen, die mit dem Wort zusammenhängen...

Kinder sind was Schönes. Eigene.
Fremde auch, es sei denn, sie sind zwischen 3 und 5 Jahren alt, vorlaut und heißen Jason....nein, Spaß! Aber wenn ein 5-Jähriger keine 3 min stillsitzen, die Aufforderung "Schließ deinen Mund ab und leg den Schlüssel WEIT weg!" nicht umsetzen kann und auch sonst mehr stört als alles andere (Lied ist fertig, Kind: "Na endlich!"), dann kann einem schon mal der berühmt berüchtigte Faden reißen. Um glücklich zu sein, soll man sich (und was man macht) ja von Zeit zu Zeit neu erfinden. Das habe ich heute morgen getan. Bei unserem letzten Lied dürfen immer 2 Kinder die Lucy-Puppe anfassen und sie wie ein Kind im Kreis mittanzen lassen. Da reißen sich immer alle drum. Meinen Namen wissen sie z.T. immer noch nicht, (auch nicht die Erzieher, ich sag nur: "Ja, Jeremy, geh mal zur Viola rein und sag Guten Morgen" --> Jeremy sagte statt Guten Morgen übrigens "Eierpflaume, haha") aber Lucy kennen alle. Jedenfalls dürfen ab sofort nur noch liebe Kinder Lucy anfassen. Störenfriede sind im Wettbewerb ums Puppenhalten ausgeschlossen. Neue Stunde, neues Glück. So, wir werden sehen, was es bringt.

Montag Morgen hat für mich schon mit einem Lacher begonnen, was gibt's Schöneres? Ich komme in meinen Unterrichtsraum, die Kinder warten schon vor der Tür, ein 4-jähriges Mädchen rennt freudestrahlend auf mich zu und trägt ein T-Shirt mit der rosa Glitzeraufschrift: "DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF."
So sieht's aus!

Dann ging es thematisch darum, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird. Da alle Kinder die Raupe Nimmersatt kennen (anscheinend Pflichtlektüre im Kindergarten), können das auch alle ganz toll erklären. Bis zu einer Stelle, ich zitiere:
".....dann isst die Raupe gaaanz viel und wenn die dick und rund ist, dann geht die in ein Croissant....."
Oh, wie schön. Mmmmhhh...und schon knurrte mein Magen. Verflixte Konditionierung! (Does the name "Pawlow" ring a bell? haha)
Auch gut war der "Balkon" als Ort, in den sich die Raupe zurück zieht, während sie sich in einen Schmetterling verwandelt.
Die 3-Jährigen kannten das ganze Raupenschmetterprozedere noch nicht. Sie stellten erstaunt fest, dass auf dem Blatt eine Kugel liegt ("Genau, ein Ei") und bemerkten dann, dass aus dem Ei aber keine Raupe kommt, sondern ein Huhn.
Manchmal haben sie eben einfach recht ^^
Und die Raupe auf dem nächsten Bild wurde eindeutig als Krokodil identifiziert und zwar von der gesamten Gruppe (Stichwort: Gruppendynamik - ich kann froh sein, dass sie bei "Krokodil" nicht angefangen haben, auf dem Boden zu robben und sich gegenseitig zu fressen...)
Ein kleiner Macho beantwortet meine Fragen immer mit einer Lautstärke von gefühlten 120 dB (Vergleichswert: startendes Flugzeug). Macho deshalb, weil er auf meine Frage danach, was Mamas und Omas in der Küche machen, ohne zu Zögern mit "Na putzen!" reagierte. Hui! Das sag ich deiner Mama...

Ein anderer betrat den Unterrichtsraum, setzte sich neben ein Mädchen, drehte sich zu mir um und sagte stolz hinter vorgehaltener Hand:
"Guck mal, ich sitze neben meiner Braut!"
Geht heiß her in den Kitas, liebe Leute! Zwei Vorschulkinder küssten sich auch permanent (nein, nicht der mit der Braut, war ein anderer) während ich eine Geschichte vorlas. Was macht man? Ich habe sie dann gebeten, sich nicht ständig im Musikunterricht zu küssen, weil man sich sonst ganz schlecht konzentrieren kann...
Das Glockenspiel, auch Xylophon, hatten sie sich als "Telefon" gemerkt und als wir ein gelbfleischiges, abgebildetes Obst sahen, bei dem die Antwort "Pfirsich" nicht aber fast stimmte, rief ein Kind: "Orange". An sich nicht weiter erwähnenswert, hätte ich nicht kurz vorher den Tipp gegeben: "Es fängt mit N an." ^^
Fallobst haben sie außerdem umbenannt, in Purzelobst. Denn schließlich purzelt mal hier ein Apfel, mal da. Purzelobst, eben.
In solchen Momenten fehlt mir der "Gefällt-mir-Button"...

Kennt ihr das? Ihr steht unter der Dusche, völlig gedankenversunken, füllt euch Haarshampoo auf die Hand, seift euren gesamten Körper damit ein, spült hinterher die Haare aus und wundert euch, dass das Wasser völlig klar ist....?
Naja, nun ist der feine Haarflaum, der so einen Menschenkörper schmückt, komplett mit dem teuren SYOSS shampooniert. Auch gut.

Hab ich schon erwähnt, dass ich mich nach 10 Tagen Antibiotikum und sage und schreibe 4 (!) rotzfreien Tagen seit gestern wieder mit dem blöden Kieferhöhlenmist rumschlage? Es heißt ja, dass sich Probleme des Alltags in den Organen und den dazugehörogen Krankheiten manifestieren können, z.B. kriegt man Augenprobleme, wenn man etwas nicht mehr sehen kann, Ohrenschmerzen oder gar Tinnitus, wenn man etwas nicht mehr hören kann (es gibt auch Augentinnitus, definiert sich in: "Ich seh nur Pfeifen"). Wenn dem so sei, bitte was steckt dann in meinen Kieferhöhlen?!

Sonntag haben wir ja Opas Bokatz gefeiert. Es war bis auf abends sehr schönes Wetter, die Kinder haben im Garten gespielt und versucht, sich gegenseitig im Puller-Intervall zu unterbieten. Endete dann damit, dass alle 5min einer von beiden auf dem Topf saß und der jeweils andere den Erfolg oder Misserfolg kommentierte.
Unserem rosa Flurpferd geht es übrigens nicht sehr gut. Mir scheint, als wäre so langsam - im wahrsten Sinne des Wortes - die Luft raus. Nonas Spiel: "Mama, Hüü haben!" Mama gibt Hüü. Nona lässt Hüü los, lacht über das fliegende Pferd und sobald es die Zimmerdecke berührt, beginnt der Zyklus von vorn.

Die Kinder in Fionas Kita haben am 1.Juni, zum Kindertag, ein kleines Spielzeug geschenkt bekommen, das sie sich aus einem Korb aussuchen durften (alle ähnlich, verschiedene Gesichter). Nona hat sich eine (männliche) Figur ausgesucht, die aussieht wie eine Schultüte mit einem Holzstab am spitzen Ende, und durch Reinschieben und Rausziehen des Stabes verschwindet/erscheint die Figur dann am oberen Ende. Sie nennt ihn auch heute noch liebevoll den "Mann".
Bei dem ersten Elternabend der Raupengruppe lernte ich die anderen, mir bis dahin völlig unbekannten, Raupeneltern kennen. Nicht nur, dass jedes Elter mindestens eine persönliche Frage zu seinem Kind gestellt hat in der großen Runde ("Wie macht sich Jimmy denn beim Essen?" --> interessiert mich brennend, ob Jimmy seinen Fruchtzwerg ganz oder halb isst), sondern eine Mutter hat sich auch noch erdreistet, die nette Geste mit den Geschenken dahingehend zu kommentieren, warum denn ihr Sohn ausgerechnet die hässliche Oma als Figur bekommen habe. Mit einem kleinen, fast nicht sichtbaren Grinsen erklärte die Erzieherin, dass jedes Kind sich das Püppchen selbst ausgesucht habe, was die Mutter trotzdem nicht zufrieden stellte. Die hat bestimmt zu Hause noch ein ernstes Wörtchen mit ihrem 2-Jährigen geredet! Frühkindliche Omipus-Komplexe...
Aber zurück zum Mann und weshalb ich das schreibe: unser Mann hat eine Frau gefunden. Farblich einwandfrei, die küssen sich ständig:
(und nein, es kommt bei den beiden nicht auf die Größe an...)


Ein neues Kennzeichen noch zum Schluss - bei uns steht ja am Wochenende die Berlin-Wahl an. Selten subtilere Grünen-Werbung gesehen. Sch*** auf Wahlplakate!


Samstag, 10. September 2011

Tanja, Panik & rosa Einhörner

Die Frage, wer Tanja ist, klären wir gleich (oder auch nicht?). Vorher aber erstmal ein Witz, der nicht wirklich witzig ist, dann aber doch wieder so, dass ich über den Tag verteilt immer mal wieder ein Grinsen im Gesicht habe.

Sitzen 2 Kühe im Keller und hacken Heizöl. Kommt ein Schraubenzieher rein, geht an der Wand hoch, läuft an der Decke lang, geht an der anderen Wand wieder runter und verlässt den Raum. Sagt die eine Kuh zur anderen: "Haste dit jesehn?!"
Die andere darauf: "Ja, ja, den kenn ick. Der grüßt nie..."

Ach, schön. Und nun grinst sie schon wieder.
Kann da noch jemand drüber lachen?

Meine Kitastunden von letzter Woche waren verhältnismäßig unspektakulär.
Nur eins hat mich zum Nachdenken gebracht:
ich fragte mit hochgehaltenen Klanghölzern, ob die Kinder wissen, was das ist (Stöcker, Hölzer, Stäbe - alles schon gehört).
Dann sagte ein Kind nicht etwa zögerlich: "Tanja"
Wenn einem nichts pädagogisch Wertvolles einfällt, einfach überhören.
"Keiner? Doooch, das kennt ihr bestimmt. Wer weiß denn, wie die heißen?"
Anderes Kind: "Tanja"
Ich schaue mich hilfesuchend im Kinderkreis um, denn die richtige Antwort steht praktisch schon ungesagt im Raum.
Da ziehen die restlichen Kinder nach und bestätigen "Tanja" ernst und heftig nickend.
Manche Dinge muss man nicht verstehen. "Tanja" ist eins davon.

Gruppendynamik ist übrigens ein Arschloch. Manchmal.
Merke: Es muss NIE nur ein Kind auf die Toilette. Das muss eine hochansteckende Blasenkrankheit sein, die innerhalb von Sekunden um sich greift und alles platt macht was noch nicht bis 10 zählen kann. Dagegen sollten sie mal was entwickeln...

Merke 2: vermeide Wörter, die Kinder zu spontanen, lauten, selbstständig ausgeführten Tätigkeiten anregen. Auch "Frosch" kann im ungünstigsten Fall auf der Liste der No-Gos stehen. Das wirst du merken, spätestens wenn fünfzehn (!) 3-Jährige wild quakend ohne Aufforderung durch den Raum springen, während du - mittlerweile allein - in der Kuschelecke sitzt und eine Geschichte vorliest. Vielleicht haben sie Bullshit-Bingo gespielt, sehr beliebt zu meiner Abizeit. Und der "Frosch" war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Bingo!

Merke 3: die Wahrscheinlichkeit, dass das freche Kind, was permanent stört, schlägt, beißt, kratzt, haut, dazwischenredet und Lieder sabotiert "Jason" heißt, liegt bei nahezu 80%.

Kennt ihr das, wenn euch so eine unterbewusste Panik befällt, die euch ständig zwingt, irgendetwas zu tun und euch paranoid umzugucken?
Mich hat sie direkt am Eingang der Mittwochskita begrüßt und ging mit mir Arm in Arm in meinen Unterrichtsraum. Sie tanzte alle Tänze, hockte mir beim Vorlesen auf dem Schoß und hat sich rotzfrech auf den Beifahrersitz meines Autos gedrängt um bis nach Hause mitzufahren. Donnerstag war sie wieder da und auch am Freitag sah ich sie schon von Weitem winkend am Fenster stehen. Die Panik nennt sich "Kita mit Ringelröteln-Befall", zwingt mich zum permanenten Händewaschen und ist auch sonst kein sehr angenehmer Zeitgenosse. Das Kinderbokatz-Motto "Sammeln Sie Punkte?" (Post "panzen") war dann doch nicht SO ernst gemeint.
Apropos Bokatz - morgen hat "d'Opa Bobokatz"  <-- wir sind immerhin schon bei der richtigen Silbenanzahl angekommen. Es wird!

Nonos Kita-Erzieherinnen heißen Frau Mautes und Frau Sidlo ("Litu"). Die beiden haben vor Kurzem den Tischdienst eingeführt, d.h., jeden Tag stellt ein anderes Kind Teller und Becher für die ganze Gruppe auf den Tisch. Als ich Fiona interviewt habe, wer denn Tischdienst hatte, sagte sie nichts. Bei der konkreteren Frage, wer die Teller hingestellt hat, sagte sie "Mautes!" und die Becherfrage beantwortete sie mit "Litu". Das nonocharakteristische Weglassen einer Silbe bzw. hier des gesamten Präfixes "Frau" kannte ich also schon, was mich dennoch nicht davor bewahrte, laut loszulachen, als Nona eines Morgens ihre Erzieherin mit einem fröhlichen
"Hallo, Mautes!" begrüßte ^^

Außerdem gibt es im Kindergarten für alle Kinder Tee zum Trinken. Statement dazu:
"Schmeckt dir der Tee?"
"Nein."

Heute morgen beim Wochenendfrühstück mit viel Zeit gab es Cornflakes für die Prinzessin. Weil nur die reinen Schokoflakes nicht genug "Panz-Potential" und Manschmöglichkeit bieten, muss natürlich Milch rein.
Ich sagte: "Ich mache dir gleich Milch rein."
Nona: "Milchreis!!"
Ich: "Nein, Milch reiN. Zu den Cornflakes."
Nona: "Ja, Milchreis."

Eine ähnliche Story folgte direkt danach auf dem Weg zu REWE im Auto.
"Wir gehen jetzt einkaufen."
"Oh ja, faufen. Nono auch faufen. Mama auch. Papa auch."
"Sag mal: einKaufen, mit k"
"faufen mit k"

Heute nachmittag waren wir auf dem Erntefest an der Marzahner Mühle, weil mein Schülerorchester dort einen Auftritt hatte.
Nona hat schon aus weiter Ferne die bunten, heliumgefüllten Spongebobs, Patricks, Hüühs und Blubbs vorbei schweben sehen und das lautstark mit dem bekannten, blognamensgebenden "Nono auch haben will" kommentiert. Auf dem Rückweg erfüllten wir ihr selbigen Wunsch (7€, in Worten SIE-BEN!!) und ein rosa Hüüh mit Stange auf dem Kopf zog bei uns ein. Jetzt können wir wahrheitsgemäß singen:
"Da schwebt ein Pferd auf'm Flur...."




Wie auf dem zweiten Bild unschwer zu erkennen ist, ist unsere Ich-bin-nicht-zu-sehen-Taktik nicht etwa der schwarze Balken vor'm Gesicht, das kann ja jeder. Bei uns ist es das rosa Einhorn ^^ Hast du Mama gesehen? Ich auch nicht...

Nachdem mir Fräulein M. heute Abend so heiß vorgekommen ist, habe ich gesagt:
"Wir müssen Fieber messen."
Ganz verständnisvoll hat sie genickt und wiederholt: "Schieber nässen."
Das Schieberthermometer sagt übrigens 39,0°C. Nicht gut... Bitte nur ein Zahn!

P.S. Wen nur die Technik am Kommentieren hindert:
Bei "Kommentar schreiben als" das Vorletzte ("Name/Url") auswählen, Namen angeben und abschicken :)

Donnerstag, 8. September 2011

Hallelujah

Ich poste jetzt mal kommentarlos unsere Unterhaltung aus dem Auto von heute morgen:

Nono: "Dün dün!"
Ich: "Soll ich singen? Grün, grün, grün?"
Nono: "Ja." (klatscht)
Ich: "Grün, grün, grün sind alle meine Kleider [...] weil mein Schatz ein Jäger, Jäger ist."
Nono: "Neger Neger."
Ich: "Nein, JÄGER. Mit j"
Nono: "Ja, Neger."

Ist es bei euch, Mamas, auch so, dass seit der Geburt eures Kindes irgendwie eine andere Zeitrechnung gilt?
Seit Nona auf der Welt ist, denke ich nicht mehr in Jahren von Januar bis Dezember, sondern von Oktober bis Oktober; man hangelt sich so zwischen den Geburtstagen entlang. Alle wichtigen Erinnerungen, die ich aus den letzten 2 Jahren habe, hängen unmittelbar mit Fionas Alter zusammen. Ich erinnere mich dran, wie alt sie zu einem bestimmten Zeitpunkt war und dann kann ich mich auch an alles andere sehr bunt und lebendig erinnern. Die letzten 24 Monate habe ich in etwa so intensiv und bewusst wahr genommen, wie die 10 Jahre davor. Und wenn man früher nach einem Sommer den nächsten kaum erwarten konnte (ok, ich geb's zu, ich freu mich trotzdem schon auf den nächsten), freue ich mich jetzt sogar auf den Herbst und ein bisschen auch auf den Winter. Denn - Vorsicht, Phrasenschwein - man sieht die Welt durch Kinderaugen ganz anders: aufregender, nicht so erwachsen-selbstverständlich, sondern bunt und spannend. Man entdeckt längst vergessene Wunder wieder wie ein grünes Blatt, das im Herbst gelb wird (Staunen Sie bitte jetzt). Auch wenn ich nie ein Neg....Verzeihung...Jäger und Sammler war was Naturmaterialien angeht, könnte ich mir vorstellen, mit Nono auf Waldblätterschneckenkastanienentdeckungstour zu gehen :)

Nach dem "Kling Klang" mit der Tüte Erdnusschips von gestern heute mal was ganz anderes:
eins meiner All-time-favourites, das "Hallelujah" von Leonard Cohen.
Heute habe ich die beiden schönsten Strophen (von gefühlten 1000) mal aufgenommen, vielleicht findet ihr es ja genauso schön.
Es ist so unglaublich kraftvoll und strahlt gleichzeitig eine tiefe Ruhe aus. Das Stück macht mich glücklich. Enjoy :)


video

Mittwoch, 7. September 2011

Was ist das und wann gehen wir da rein?

"Steck dir die halbe Tüte Erdnusschips in deinen zuckersüßen Mund.......
Kling Klang, du und ich, die Straßen entlang!"

Gut, es waren zwar keine Erdnusschips, aber ein "Rachungs-Ei", was in ihrem zuckersüßen Mund landete. An sich kein Problem, wären wir nicht gerade beim Einkaufen VOR dem Bezahlen gewesen...Und wie wir so wild eierklappernd an der Kinderschokolade-Ü-Ei-Palette stehen und sage und schreibe schon 4 Stück (ja, ja, ich weiß *rolleyes* nicht alle auf ein Mal essen ^^) in den Wagen gelegt hatten, drehe ich mich um und sehe mein Kind mit einem nur noch halben Ei in der Hand, aus dem schon neugierig das "Gelbe vom Ei" hervorblitzte. Den Rest (mit Papier!) hatte sie in einer unbeobachteten Sekunde einfach abgebissen! Nach der manuellen Entfernung des oralen Silberpapierspuckeschokoladengemisches das halbe Ei zurückgestellt und schnell weg....*räusper* Haben die Kameras?




Sehr süß ist auch neuerdings ihr "Nono wohnt da", wenn wir nach Hause kommen.
Unten in unserem Haus ist das Büro vom Opa. Dazu sagt sie: "Da wohnt d'Opa".
Ich weiß noch nicht genau, wie ich ihr erklären soll, dass er dort nicht wohnt, sondern nur arbeitet.
Denn eigentlich wohnt man ja am Tag länger, als man arbeitet. Beim Opa ist es - glaube ich - umgekehrt. Deswegen hab ich's vorerst dabei belassen.
Da wohnt also der Opa.

Dass sie so auf Flugzeuge und alles was dazugehört abfährt(-fliegt?), ist ja nun nichts Neues mehr. In einem der unzähligen Flughafenbücher ist das Cockpit abgebildet und sie weiß nun auch, dass die Leute, die vorne im Flugzeug sitzen und lenken, Piloten heißen, bei ihr die "Loten".
Letztens sind wir mit dem Auto unterwegs gewesen und vor dem Einsteigen zeigte sie auf die vorderen Sitze und sagte: "Die Loten, da!"

Wir haben jetzt ein neues Töpfchen, eher einen Töpfchenkoffer für unterwegs zum Mitnehmen, damit die Aktion Windelfrei so langsam ins Rollen kommt (hööö, beim Durchlesen finde ich unfreiwillige Komik - is' wohl ein Rollkoffer ^^ 5€ ins schlechte-Witze-Schwein). Den Koffer klappt man auf, macht ihn - wenn fertig - wieder zu und alles bleibt drin, nix kommt raus. Den wollte Nona nun gestern Abend schon zu Hause testen. Alle 5 min kam sie an mit dem Töpfchen und den Worten: "Nona pullern" und hinterließ tatsächlich jedesmal was, allerdings im Mikroliterbereich. Fast nicht wahrnehmbare Mengen, die ich trotzdem jedes Mal genau nach Anweisungen und unter den strengen Augen meines Kindes in die Toilette entsorgen musste. ("Ausschmeißen!")
Doch dann......................*trommelwirbel*.......gab sie nach einer Sitzung die Statusmeldung ab: "Nono Wurst pullert!"
Vielleicht rein von den biologischen Vorgängen und dazugehörigen Öffnungen nicht ganz korrekt, aber dennoch eine Party wert. Es klappt!! Manchmal.

Mal ne andere Frage: kennt ihr Tim Bendzko?
Mögt ihr Tim Bendzko?
Warum?!
Mir ist er vorgestern zum ersten Mal bei TV-Total begegnet. Ich lag auf der Couch, schon im Halbschlaf und gerade so noch mit einem Auge/Ohr wach wegen der Gäste Charlotte Roche (let's talk about sex, baby!) und Matthias Schweighöfer. Dann fängt Herr Bendzko an zu singen und ich höre mich sagen: "Oh nein, Xavier Naidoo auf deutsch" und im selben Moment meinen Mann laut lachen...

In dieser Woche sind es übrigens nicht so sehr die Kitakinder, die witzige Sachen von sich geben, sondern größtenteils ihre Erzieherinnen.

(Halt, da fällt mir ein, ein blogreifer Spruch fiel heute morgen.
Ich: "Was meint ihr, wen kann man denn anrufen, um die Katze vom Baum herunterzuholen, wenn sie sich allein nicht traut?"
Kinder (wie aus einem Mund): "DIE FEUERWEHR!"
Ich: "Genau! Und was macht die Feuerwehr noch außer Katzen retten?"
Kind: "über rote Ampeln fahren."
Ha! Von wegen Feuer löschen! Die fahren nur los um Verkehrsregeln zu brechen, so läuft der Hase!)

Und als sie einen Kreis bilden sollten für Ringelpietz mit Anfassen und das Gebildete auch nicht mit Phantasie Ähnlichkeit mit 2 π r hatte, sagte ich in Ermangelung des kindlichen Verständnisses anderer geometrischer Formen (okaaay, und des viv'schen Wissens ^^): "Einen KREIS, keine Eierpflaume!". Dieser Satz war DER Brüller und verfolgte mich die gesamte Stunde, denn die kleinen Papageien lauerten nur auf die erneute Kreisaufforderung meinerseits, um die Eierpflaume zitieren zu können. Biester ;)

Aber zurück zu den Erziehern. So ein Zickentheater!
Stellt euch vor, die schaffen es nicht, an den einen Musiktermin für ihre Gruppe pro Woche zu denken; die Gruppe vom Freitag kommt am Mittwoch, aber 15min zu spät, eine andere kommt gar nicht ("Ach Mensch, das habe ich vergessen. wir Erzieher machen ja auch was über den Tag. Da kann man ja nicht an alles denken. Können Sie nicht die Kinder holen?" - Nein.). Die nächste kommt mit den Kindern versehentlich in der Stunde der anderen, die andere sitzt vor der Tür, motzt dann vor mir und den Kindern die wiederum andere Erzieherin an, warum die ihre Stunde "geklaut" hat und zieht dann bockig ab, komplett ohne Musik, etc. Hui!
Das Größte waren aber wohl meine Augen, als ich heute morgen meinen Unterrichtsraum betreten habe. Nicht nur, dass dort Kisten mit Schienen, Eisenbahn, Autos, Bagger, Puppen, etc. stehen (für jedes blinkende Kinderherz etwas dabei, für JEDES!), sondern nun auch noch Tische quer im Raum verteilt, darauf Stühle und - haltet euch fest - ein BÄLLEBAD! Na das freut das Musiklehrerherz. Klar, die Kinder finden Glockenspiel und Klanghölzer viiiel interessanter als die roten, gelben, grünen und blauen Bälle, die gleichermaßen als Wurfgeschoss und Wasserersatz im "Panzbecken" dienen.
Und die Erde ist eine Scheibe.
Meine Taktik: zubauen. Was wir nicht sehen, ist auch nicht da.
Ein Bälle-was? Nein, da sind nur Tische und Stühle. Guck!
Die ersten Kinder betreten den Raum. Statt "hallo" höre ich:
"Ooooh, was ist das und wann gehen wir da rein???"

Ich werde heute Nacht nicht Schafe, sondern bunte Bälle zählen.
Eins, Zwei, Drei, Vier, ....Hümpf!
Gute Nacht.

Montag, 5. September 2011

Nena, Hähnle & Lebkuchen

im Kalender (noch) Sommer,  im Garten Herbst ......und bei REWE schon Weihnachten!!

Dann bin ich wohl doch nicht die Einzige, die sich im Spätsommer schon mit Weihnachten befasst. Aber Lebkuchen im September?
Das geht nur schwanger.... Da stolper ich jedes Jahr drüber! Ob sich das schon lohnt für den Einzelhandel? Bis die schmecken, haben die süßen Sterne doch grünes Fell und laufen allein unter'n Weihnachtsbaum...
Da wären wir dann auch wieder bei "Grün, grün, grün sind alle meine Sterne....."

Nach getaner Arbeit und der Wochenunterrichtsvorbereitung haben wir gestern noch ein bisschen das schöne Wetter genutzt und waren Eis essen und hinterher bei "NENA" (Italiener). War übrigens schön bei Nena, sagte Nona.

Beim schönen-Wetter-nutzen (im Einkaufscenter mit open sunday, wohlgemerkt ^^ haha) ist mir was Kurioses im Spielzeugladen begegnet:
ein "Hähnle", wie mein Mann sagen würde.


Fiona sagt übrigens mittlerweile Wörter wie "Regenjacke", "Modderhose", "Rolltreppe", "Stewardess" (!) ganz deutlich und fehlerfrei. Aber statt "Hahn" nach wie vor "Kikiki" ^^

Für die Mamas gibt's bei dem ollen Wetter heute noch ein kleines Fingerspiel :
(mit dem Daumen beginnen, nacheinander alle Fingern antippen)

Der sagt: "Wenn's regnet, geh ich nicht raus!"
Der sagt: "Wenn's regnet, bleib' ich zu Haus!"
Der sagt: "Wenn's regnet, macht's keinen Spaß!"
Der sagt: "Wenn's regnet, werd' ich ja nass!"
Nur der Kleine kann nicht warten,
und geht mit dem Schirm in'n Garten!
(Mamas Hand als Schirm auf den kleinen Finger legen)

Sonntag, 4. September 2011

panzen

In unser Wörterbuch Nonisch - Deutsch, das NONIKON, wurde mit dem heutigen Tage das Wort "panzen" aufgenommen. Nona erklärte mir, dass es folgendermaßen konjugiert wird:
Ich panze, du panzt, er/sie/es/Nono panzt.
Panzen ist eine feuchtfröhliche Tätigkeit am Waschbecken, die das simple "Waschen" völlig ersetzt, weil: Spaßfaktor um einiges höher.
Im Sommer kann man übrigens im Garten ein Panzbecken aufstellen, aber ob das mit dem Sommer noch mal was wird, wage ich zu bezweifeln...

Sie redet seit Tagen nur noch von "Nono Bokatz". Bokatz, der Geburtstag, hat eine Speed-Lautverschiebung mitgemacht seit letzter Woche. Von dem nicht ganz so appetitlichen "Bokack" zum "tz" hinten. Was mich allerdings wundert, ist, dass "Katze" noch nicht geht (im Nonischen: "Mi-u") aber "Bo-KATZ".
Das versteh einer ^^
Gestern waren wir bei (meiner) Tante Sabine auf dem Bokatz, Emily war auch da und Sven, Emis Papa, hat wieder "Rühe, rühre" gemacht.
"Rühre, rühre" ist ein Spiel, bei dem der Rührer einen großen Korb mit 3 Bällen gefüllt über dem Kopf hält, selbigen oben kreisen lässt und ihn dann mit Schwung und den Worten: "und LOOOOS"  auskippt, so dass die Bälle mindestens 10m weit wegrollen. Die Kinder rennen dann laut kreischend hinterher, sammeln die Bälle ein und legen sie dem Rührer mit den Worten: "noch mal rühre" in den Korb. Das ist übrigens eine abendfüllende Tätigkeit. Bei unserem letzten Besuch habe ich mit dem Handy "Rühre, Rühre" gefilmt. Ich weiß nicht, wie oft ich seitdem von Madame genötigt wurde, es mir anzugucken. Da die Generation "i" genau weiß, wie man mit dem kleinen Grabbel-Finger den Bildschirm entsperrt, den Fotoordner öffnet und zu gewünschtem Video scrollt, bleibt mir aber auch nichts entsperr....äh....erspart.

Vielen Dank für eure Hilfe bei ""Grün, grün, grün sind alle meine Kleider" - sie hat den gelben Postmann für gut befunden.
Besser als mein "...weil mein Schatz ein ....ääääääähhhh" ist es auf jeden Fall :) Merci! Gestern hat sie selber gesungen. Sehr süß, ich habe das Lied als oben stehendes identifiziert, obwohl es eher klang wie:
"Dün, dün, dün sind alle beide". Hört selbst:

video

Neben den Farben üben wir auch das Zählen, aber Fräulein M. legt mich regelmäßig rein. "Wollen wir mal zusammen zählen? Ich fange an, dann zählst du.
Eeeiiins, Zweeeeii, Dreeeiii, Viiiieeer ................."
Nona: "Hümpf."

Gestern morgen sah sie, wie Mama und Papa zum Frühstück Actimel tranken.
"Nono auch haben will" - ja, nee, is klar.
Ich habe dann einen kleinen Schluck drin gelassen und ihr gegeben. Weil das Trinken aus dem Actimelteil viiieel besser schmeckt, als aus Becher oder Glas, sollte ich verschiedene Saftsorten (nacheinander) einfüllen. Obwohl sie eben noch Bame-Waff (Bananensaft) bestellt hatte, war der ihr plötzlich nicht mehr recht. Sie zeigte auf's Waschbecken und befahl mir: "Mama, da Saft ausschmeißen! Milch hein!"

Heute morgen sang sie immer so vor sich hin: "Yak-Yak".
Ich habe an das Tier gedacht und nicht gewusst, was sie meint. Als ich fragte, was denn "Yak-Yak" sei, rollte sie mit den Augen (!!) und sagte ganz deutlich und nach Silben getrennt: "RE-GEN-JAK-KE!". Ich glaube, den Babytalk macht sie mittlerweile nur noch, um das Elternvolk zu erheitern...

Gut war auch die ohne-Windel-Unterhaltung von heute vormittag:
"Nona, musst du kackern?"
"Nein."
"Sagst du bescheid, bevor du kackern musst?"
"Nein."

Klare Ansage. Selbst schuld, Mama.

Wir haben heute mit einer Art Wassermalfarbenstempel Bilder gemalt, aus denen mal Geburtstagseinladungen werden könnten.
Sieht stark nach Mottoparty aus: "Sammeln Sie Punkte?" ^^

Donnerstag, 1. September 2011

Knete, Kitty, Äh-Dell & Bokack

Meine Dings-Kopf-Höhlen-Entzündung ist trotz 4 (von 10) Tagen Antibiotikum noch nicht wesentlich besser, nur die Birne tut nicht mehr weh. Geruchs- und damit auch Geschmackssinn sind unterwegs verloren gegangen und bis jetzt auch noch nicht wieder gekommen... Der beste Braten und die süßeste Schokolade schmecken nur nach Knete. Und statt draus zu lernen und z.B. mal Diät zu machen (wo es eh egal ist, was man isst, weil man ja nichts schmeckt), probier ich immer wieder, ob er (der Sinn) nicht doch schon wieder da ist. Ganz schlimm Knete ist übrigens Camembert aus dem Ofen - ohne "Nase" lieber nicht probieren und für bessere Zeiten aufheben.

Ich habe gestern zum ersten Mal ein Video von ADELE gesehen, weil so oft von diversen Freunden auf FB gepostet. Als ich sah, dass Adele keine Size-Zero-Zicke mit Wespentaille und -nest auf dem Kopf ist, wurde sie mir direkt sympathisch und ich habe mir ihre aktuelle CD gekauft. (Ja, ich kaufe noch. So richtig old-fashioned im Laden, Silberscheibe mit Loch, you know...).
Das einzige, was mich stört, ist ihr Name. Ich kann mir nicht helfen - lese immer "Adeeele" und denke an meine Studienzeit in der schwäbischen Metropole Trossingen zurück, wo "Adele" eine Grußformel zur Verabschiedung ist.
"Äh-Dell" klingt natürlich edler, aber das Auge hört schließlich mit. Also weit weg mit der CD-Hülle und Musik ab.


Ich habe Madame heute gefragt, was sie sich zum Geburtstag wünscht.
Prompt kam die unmissverständliche Antwort: "Kitty!"
Ist jemandem schon mal aufgefallen, dass Hello Kitty (oder HK, in Insiderkreisen) keinen Mund hat? Spielsessions mit Freunden, Streber in der Schule, abenteuerliche Reisen, wilde Partys - ohne Mund?!
Sie - Nona, nicht Kitty - erinnert mich seit der Frage übrigens im 5-Minuten-Takt an: "Nona Bokack", den Geburtstag.
Als ich ihr erzählte, dass wir am Wochenende zu Tante Sabine fahren (die selber vor 2 Jahren Oma geworden ist), weil die auch Geburtstag hat, sagte Fiona:
"Nona Kitty schenkt."
Ui, da wird sich Sabine aber freuen ;) An S-P-O arbeiten wir übrigens noch ^^ 

Auf dem Weg zur Kita war das Autoradio an und es kam gerade Verkehrsfunk. 
Der Moderator sagte:
"Da und da steht ein Blitzer, gemeldet von unserem Hörer.... Also, äääh....ich meine, von einem unserer Hörer. Wär ja doof, wenn's nur einer wäre. Denn fahr' mal schnell nach Hause und mach's Radio an, sonst haben wir keinen!"
Sehr sympathisch, der Moderator. An dieser Stelle Gruß an den Hörer!

Heute morgen lief...nein....fuhr mir ein großer BSR-Wagen (Post: Hiobs Milz) über'n Weg mit neuer Werbung. Ich gebe zu, es hat einen Moment gedauert, bis ich's geschnallt hatte (musste laut aussprechen):
"Poliertesse"
haha